Marktbericht Asien
Asiatische Börsen legen zu

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch den negativen Vorgaben aus den USA getrotzt und überwiegend Gewinne verbucht. Vor allem Energiewerte und Titel von Handelshäusern waren gefragt, nachdem der Ölpreis zuvor ein Rekordhoch von knapp 120 Dollar pro Fass erreicht hatte.

HB HONGKONG. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,23 Prozent fester bei 13 579 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,22 Prozent zu auf 1314 Stellen. Auch die Börsen in Südkorea, Hongkong, Singapur und Shanghai verzeichneten Gewinne, währen der Index in Taiwan etwas schwächer tendierte.

Bei den Energiewerten gewann der japanische Ölkonzern Nippon Oil Corp 7,4 Prozent an Wert. Der Öl- und Gasfeldienstleister Inpex Holdings legte 4,1 Prozent zu. Auch die Aktien von Handelshäusern wie Mitsubishi und Mitsui, die an Öl- und Gasfeldern in Übersee beteiligt sind, stiegen im Zuge des höheren Ölpreises 3,2 Prozent respektive 4,9 Prozent. Bei den Exporteuren gaben Toyota-Aktien 1,7 Prozent nach. Der Aktienkurs von Konkurrent Honda rutschte 1,9 Prozent ins Minus.

In den USA hatten am Dienstag schwache Unternehmenszahlen und der Rekord beim Ölpreis die New Yorker Aktienbörsen ins Minus gedrückt. Vor allem enttäuschende Prognosen - etwa des US-Halbleiterherstellers Texas Instruments und des Versicherers UnitedHealth Group - schürten erneut Konjunktursorgen und drückten auf die Stimmung der Anleger. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Handelsschluss um 0,82 Prozent auf 12 720 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,88 Prozent auf 1375 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,29 Prozent auf 2376 Punkte.

Bei den Devisen konnte sich der Euro am Mittwoch in Fernost in der Nähe seines Rekordhochs halten. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,5980 Dollar, nachdem sie am Dienstag erstmals die Hürde von 1,60 Dollar übersprungen hatte. Ein Händler in Japan sagte, ein Anstieg auf bis zu 1,63 Dollar sei möglich, wenn der Euro sich nicht rasch wieder deutlich verbillige.

Händler führten den jüngsten Kursanstieg auf Äußerungen von Notenbankern aus der Euro-Zone zurück, Zinserhöhungen seien wegen der hohen Inflation nicht auszuschließen. Zur japanischen Währung tendierte der Euro bei 164,54 Yen. Ein Dollar kostete 103,04 Yen.

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