Marktbericht Asien
Asiatische Börsen verdrängen Finanzkrise

Die Aktienmärkte in Fernost sind am Donnerstag den positiven US-Vorgaben gefolgt. Händlern zufolge glauben Anleger an eine Stabilisierung der Geld- und Kreditmärkte. Von der verbesserten Stimmung profitierten vor allem Finanztitel.

TOKIO. In Tokio war aber auch besonders die Aktie des Elektronikkonzerns Hitachi gefragt. Industrie-Kreisen zufolge erwägt das Unternehmen einen Teilverkauf seiner defizitären Festplattensparte. Der MSCI-Index für die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum - ohne Japan - legte 1,6 Prozent zu und notierte damit erneut auf einem Rekordhoch. Seit Jahresanfang hat der Index um ein Drittel zugelegt.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei 2,4 Prozent im Plus bei 16 832 Zählern, dem höchsten Stand seit Mitte August. Der breiter gefasste Topix gewann 2,5 Prozent höher auf 1615 Punkte. Auch die übrigen Börsen in Fernost lagen im Plus, allen voran Hongkong mit einem Plus von 2,2 Prozent.

„Die ganze Kreditkrise dämmert nur noch so im Hintergrund. Die Probleme sind zwar nicht überwunden, aber die Furcht davor existiert nicht mehr“, sagte Brian Eley von Eley Griffiths Group. Kursgewinne verzeichneten in Tokio die Finanzwerte. Die Aktie der Mizuho Financial Group gewann 4,8 Prozent. Die Papiere von Hitachi stiegen um sieben Prozent.

Industriekreisen zufolge hat eine Investmentbank im Namen von Hitachi bei einer Reihe von Fonds vorgefühlt, ob Interesse an einer Beteiligung an der defizitären Festplattensparte bestünde. Der Konzern hat seit der Übernahme des Geschäfts von IBM für zwei Milliarden Dollar 2002 damit nur Verluste geschrieben.

In den USA hatte das Streikende bei General Motors und Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung der Fed den Börsen deutliche Gewinne beschert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,72 Prozent höher bei 13.878 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,54 Prozent auf 1525 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,58 Prozent auf 2699 Stellen.

Der Euro stabilisierte sich in Fernost bei Kursen von rund 1,4140 Dollar. Am Vortag hatte er ein Rekordhoch von 1,4162 Dollar markiert. Händler sagten, der Rückgang des Dollar sei in den vergangenen Tagen zu übertrieben gewesen. Daher sei der Dollar nur relativ stabil und etwas von seinem Tiefstand zur europäischen Gemeinschaftswährung entfernt. Zum Yen lag der Dollar mit 115,51 Yen nahezu unverändert zur letzten Notiz in den USA.

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