Marktbericht Asien
Asiens Börsen fürchten Abschwung

Sinkende Öl- und Rohstoffpreise haben den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag teils deutliche Kursabschläge beschert. Die Börse in Tokio schloss den vierten Handelstag in Folge im Minus. Die anhaltende Angst vor einer Abkühlung der globalen Wirtschaft überwog gegenüber den Auswirkungen positiver Unternehmenszahlen.

HB HONGKONG. In Japan verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent auf 12 914 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index notierte nahezu unverändert bei 1247 Zählern. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten schwächer. Am Montag hatte in New York der Dow Jones mit 0,2 Prozent im Minus bei 11 283 Zählern geschlossen. Der breiter gefasste S&P500 verlor 0,9 Prozent auf 1 248 Zähler, der technologielastige Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 2 285 Punkte nach.

Die Stimmung unter den Händlern in Tokio war trotz überwiegend positiver Unternehmenszahlen zurückhaltend. "Es gibt Sorgen, dass die noch bevorstehenden Geschäftszahlen nicht so gut ausfallen. Das makroökonomische Umfeld verschlechtert sich, und es gibt Befürchtungen, Exporteure wie Elektronikhersteller und Autobauer könnten vor einem Wendepunkt stehen", sagte Analyst Hideyuki Ishiguro von Okasan Securities.

Auch der Rückgang des Ölpreises, der deutlich auf 120 Dollar pro Barrel gefallen war, konnte den Markt nicht beleben. Profiteure eines hohen Preises wie der Öl- und Gaskonzern Inpex verloren vier Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten vor allem stark exportabhängige Unternehmen, die von einem etwas schwächeren Yen beflügelt wurden. Die Aktie des Elektronikkonzerns TDK legte 3,7 Prozent zu, die des Drucker-Herstellers Canon gewann gut ein Prozent. Zulegen konnte auch Japans größter Einzelhändler Seven & I. Seine Papiere gewannen 3,2 Prozent. "Da die Chip-Exporteure mit einem Abschwung zu kämpfen haben, setzen immer mehr Investoren auf die Gewinnern unter den Einzelhändlern", sagte Ishiguro.

Der Euro gab in Fernost leicht nach. Zur US-Währung notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,5537 Dollar, etwas leichter als im späten New Yorker Montagshandel. Händlern zufolge profitierte der Dollar von US-Konjunkturdaten, die zum Teil positiv interpretiert wurden. Auch zur japanischen Währung gab der Euro nach, er wurde mit 167,72 Yen bewertet. Der Dollar tendierte vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank etwas leichter bei 107,96 Yen.

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