Marktbericht Asien
Asiens Börsen legen kräftig zu

Beflügelt vom Kurssprung an der Wall Street ist am Mittwoch auch bei den Händlern in Asien Optimismus ausgebrochen. Die unerwartet guten US-Konjunkturdaten sorgten für gute Stimmung und die Milliarden-Abschreibungen bei Merrill Lynch wurden im Gegensatz zum Vortag als Anfang vom Ende der Finanzkrise gedeutet.

HB HONGKONG. Außerdem erfreute der fallende Ölpreis und der stärkere Dollar die Märkte und konnte damit durchwachsene Unternehmensnachrichten mehr als ausgleichen.

In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent zu auf 13 367 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,6 Prozent auf 1 302 Zähler. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur notierten höher. Lediglich der chinesische Leitindex lag leicht im Minus. Die US-Börsen hatten am Montag deutlich hinzugewonnen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 2,36 Prozent auf 11 397 Stellen, der S&P-500-Index 2,31 Prozent auf 1 262 Zähler.

Angetrieben wurden die Märkte in Asien am Mittwoch vor allem von den positiven Vorgaben aus den USA. Ein gestiegenes Verbrauchervertrauen, insbesondere bei Einzelhändlern und Transportfirmen, sorgte für eine Hoffnung auf eine Wiederbelebung der US-Konjunktur. Daraufhin wurden auch Nachrichten aus dem Bankensektor, vor allem Milliarden-Abschreibungen und eine Kapitalerhöhung von Merrill Lynch, deutlicher positiver bewertet als noch am Dienstag. „Die Kurse steigen, weil sich der US-Marken angetrieben vom Bankensektor erholt. Dem Markt gefallen die Kursprünge in den USA und das aktuelle Wechselkursverhältnis von 108 Yen zu einem Dollar“, sagte Händler Junichi Misawa von STB Asset Management. Der wieder anziehende Dollar ist für viele exportabhängige Unternehmen in Asien wichtig, weil sie ihre Produkte so billiger verkaufen können. Am Dienstag wurde der Dollar mit 108,10 Yen gehandelt. Ein Euro wurde mit 1,5583 Dollar kaum verändert zum späten New Yorker Handel bewertet.

Auch der seit rund zwei Wochen fallende Ölpreis sorgte für gute Stimmung. Er fiel am Mittwoch weiter auf unter 122 Dollar pro Barrel und lag damit über 25 Dollar unter dem jüngsten Höchststand. „Der Ölpreis bewegt sich in die richtige Richtung“, sagte Analyst Peter Vann von Constellation Capital Management. „Wir müssen jedoch abwarten, ob sich dieser Trend fortsetzt, bevor wir abschließend sagen können, ob dadurch der Druck auf Unternehmen und Konsumenten spürbar abnimmt.“

Von den Unternehmen gab es wechselhafte Nachrichten. Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Matsushita Electric, die 5,5 zulegten. Das Unternehmen hatte einen deutlichen Gewinnanstieg für das abgelaufene Quartal ausgewiesen und dabei vor allem von der hohen Nachfrage nach hochauflösenden Plasma-Fernsehern profitiert.

Abwärts ging es indes mit den Papieren des Elektronik-Giganten Sony, die 2,8 Prozent nachgaben. Der Konzern musste im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Ausblick für das Gesamtjahr war ebenfalls eher pessimistisch. Auch der große Baumaschinenhersteller Komatsu verlor vier Prozent, nachdem er mit seinen Quartalszahlen die Händler enttäuscht hatte.

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