Marktbericht Asien
Asiens Börsen unter Druck

Die Börsen in Asien haben am Freitag überwiegend Verluste verzeichnet. Der Tokioter Leitindex Nikkei setzte seine seit Tagen anhaltende Talfahrt fort und verzeichnete längste Verlustserie seit mehr als einem halben Jahrhundert.

HB TOKIO. Das Börsenbarometer wurde vor allem von Immobilienwerten belastet. So verlor der Wohnungsbaukonzern Urban Corp fast 30 Prozent an Wert. Anleger sahen nach einer Reihe von Pleiten in der Branche den Sektor als Risiko und setzten ihn ganz oben auf ihre Verkauflisten. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan und China lagen im Minus.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,21 Prozent im Plus bei 13 237 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index blieb zum Handelsschluss praktisch unverändert bei 1297 Punkten. Die Börse in Korea verlor fast 1,8, der Aktienmarkt in Taiwan mehr als 2,2 Prozent. Die Börse in Shanghai lag ebenfalls im Minus, während Singapur und Hongkong dagegen im Plus notierten. Rohöl notierte nahe seinem Rekordhoch bei gut 145 Dollar je Barrel.

"Der Rückgang am Nachmittag wurde durch den Immobiliensektor verursacht", sagte Hiroaki Kuramochi von Tokai Tokyo Securities. Im Sog des drastischen Kursverlustes bei Urban gab Sumitomo Realty gut drei und Mitsubishi Estate 1,25 Prozent nach.

Verluste verzeichneten auch insbesondere Technologieaktien wie die von Tokyo Electron und Advantest, die beide je rund 1,2 Prozent nachgaben. Zu den Gewinnern gehörten Aktien von Handelshäusern wie Mitsui & Co, die vom hohen Ölpreis profitierten und 0,7 Prozent zulegten. Händler sprachen angesichts mangelnder großer Nachrichten und der am Freitag geschlossenen US-Börsen jedoch von einem weitgehend richtungslosen Handel.

In den USA schloss der Leitindex Dow Jones am Donnerstag 0,7 Prozent fester bei 11 288 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,1 Prozent zu auf 1262 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gab 0,3 Prozent nach auf 2 245 Stellen. Am Freitag bleiben die US-Börsen wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen.

Am Devisenhandel gab es wenig Bewegung. Der Euro lag kaum verändert bei 1,5702 Dollar. Der Dollar notierte zur japanischen Währung bei 106,76 Yen. Der Euro tendierte zum Yen bei 167,64 Yen.

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