Marktbericht Asien
Asiens Börsen verlieren kräftig

Sorgen über eine schwache US-Wirtschaft und ein stärkerer Yen haben am Donnerstag die Börsen in Fernost belastet. Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Vortag auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten geschlossen. In Tokio litten vor allem die Kurse von Exportfirmen wie Honda darunter.

HB TOKIO. Befürchtungen, dass die Kreditkrise in den USA die Banken weiterhin im Griff hält, drückte zudem Finanzwerte ins Minus. In Japan schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,2 Prozent tiefer bei 14 130 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 2,4 Prozent auf 1 375 Punkte. Auch die anderen Märkte in Fernost tendierten nach den Kursgewinnen am Vortag schwächer - allen voran die Börse in Shanghai mit einem Minus von 5,4 Prozent. Der Markt in Taiwan schloss auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Auch die Börsen in Hongkong und Seoul verzeichneten Verluste.

In Tokio fiel die Honda-Aktie um 3,4 Prozent. Bei den Finanztiteln gaben die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial um 3,6 Prozent nach. Einer der wenigen Gewinner am japanischen Markt war der Batteriehersteller GS Yuasa Corp. Die Aktie notierte zeitweise auf einem Allzeithoch, gab später etwas nach und beendete den Handel 1,3 Prozent im Plus. Angesichts der Rekordpreise beim Öl und der Klimaschutzbemühungen spekulierten Anleger auf eine erhöhte Nachfrage nach Autobatterien.

Die New Yorker Märkte hatten wegen der Sorgen der Anleger um den Zustand der US-Wirtschaft und den Finanzsektor im Besonderen im Minus geschlossen. Der KBW-Bankenindex fiel auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss über ein Prozent schwächer bei 12 029 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab knapp ein Prozent nach auf 1 337 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 1,1 Prozent im Minus auf 2 429 Punkten.

Die Skepsis der Anleger über deutliche Zinserhöhungen in den USA setzten den Dollar im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck. Die US-Währung verlor gegenüber Euro und Yen. Jüngste Konjunkturdaten deuteten auf eine schwache US-Wirtschaft hin, die Zinserhöhungen kaum vertragen dürfte. Dies lässt die Anleger zögern, Dollar zu kaufen. Der Euro kletterte um 0,2 Prozent auf 1,5569 Dollar. Gegenüber dem Yen notierte der Dollar mit 107,60 Yen.

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