Marktbericht Asien
Asiens Börsen verlieren kräftig

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Freitag zum Wochenschluss deutliche Kursabschläge verbucht.Schwache US-Vorgaben belasteten vor allem Exportwerte. In Tokio kamen zudem Bedenken über einen erstarkten Yen hinzu.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,97 Prozent schwächer bei 13 334 Punkten, nachdem er im Wochenverlauf rund sechs Prozent zugelegt hatte. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 2,57 Prozent auf 1 298 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Shanghai, Singapur und Südkorea tendierten deutlich im Minus.

Zu den Verlierern in Südkorea gehörten vor allem Papiere des Elektronikkonzerns Samsung Electronics. Das Unternehmen hatte trotz eines Gewinnanstiegs im zweiten Quartal die Markterwartungen enttäuscht. Samsung-Papiere stürzten mehr als sechs Prozent ab. Auf den Verkaufslisten der Händler in Tokio standen vor allem Exportwerte wie Aktien von Canon. Das Papier verbilligte sich um 4,85 Prozent. Der japanische Elektronikkonzern hatte für den Zeitraum von April bis Juni einen Rückgang beim Betriebsgewinn ausgewiesen. "Japan lebt von Exporten und kann es nicht verhindern, von einem Abschwächen ausländischer Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen zu werden", sagte Takahiko Murai, Equity-Manager bei Nozomi Securities.

Die europäische Einheitswährung notierte mit 1,5715 Dollar. Der Dollar hatte am Donnerstag nach enttäuschenden US-Immobilienzahlen an Boden verloren. Auch zum Yen bewegte sich die US-Währung mit 106,76 Yen wieder nach unten. Am Donnerstag war der Greenback noch auf ein Monatshoch von 107,99 Yen zur japanischen Landeswährung gestiegen.

Devisenhändler sagten, dass sich die Märkte vor weiteren US-Konjunkturdaten am Freitag mit ihren Engagements zurückhielten. "Amerika ist am Rande einer Rezession. Wenn der Eigenheimabsatz nachlässt, wird sich der Konsum verlangsamen und auch die Autoverkäufe werden sichtlich zurückgehen", sagte etwa Murai. Zum Wochenschluss sollen die Zahlen zum Auftragseingang für langlebige Güter und Eigenheimabsatz im Juni bekanntgegeben werden.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag nach enttäuschenden Quartalszahlen des US-Autoherstellers Ford und schwachen Daten vom Immobilienmarkt deutlich nachgegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nahezu auf Tagestief 2,4 Prozent schwächer bei 11 349 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,3 Prozent auf 1 252 Zähler.Der Technologie-Index Nasdaq beendete den Handel bei 2 280 Punkten und damit knapp zwei Prozent tiefer.

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