Marktbericht Asien
Börse Tokio verliert den Anschluss

Die Börsen in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Viele Anleger stiegen in der Hoffnung, dass für die Unternehmen das Gröbste der Wirtschaftskrise überstanden ist, vor allem bei asiatischen Technologietiteln wieder ein. In Tokio zeigten sich viele Investoren kurz vor der erwarteten Ankündigung eines weiteren Konjunkturpakets aber vorsichtig.

HB HONGKONG/TOKIO. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte gab nach freundlichem Auftakt letztlich deutliche 1,5 Prozent ab und ging bei 8 109 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index schloss zwei Prozent tiefer auf 773 Zählern. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur, der chinesische Leitindex und die Börse in Taiwan notierten dagegen freundlicher.

Pläne um weiteres Konjunkturpaket

Die japanische Regierung will im Kampf gegen die Wirtschaftskrise offenbar ein weiteres milliardenschweres Konjunkturpaket auflegen. Medienberichten zufolge soll es unter anderem zwei Mio. neue Arbeitsplätze schaffen. Viele Markteilnehmer zeigten sich im Vorfeld jedoch vorsichtig. Die Regierung scheine hinsichtlich der Bedürfnisse der Aktienmärkte keine Eile zu verspüren, sagte Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities. „Es sieht danach aus, als wenn die meisten Schritte lediglich ein Sicherheitsnetz sind und nichts anderes - obwohl, dies natürlich besser ist, als nichts zu haben.“

Händler begründeten die Verluste mit Gewinnmitnahmen - vor allem bei als sicher geltenden Titeln wie Pharmawerten. Astellas Pharma-Anteilsscheine verbilligten sich um 4,4 Prozent. Die Titel des Versicherers Mitsui Sumitomo Insurance gaben sechs Prozent nach. Zu den Gewinnern gehörten dagegen einige der am Vortag gebeutelten Werte. Exportwerte profitierten dabei auch von einem schwächeren Yen. So zogen Aktien des Autobauers Honda um 0,6 Prozent an. Händler begründeten die positive Tendenz mit günstigen Einstiegsgelegenheiten nach dem kräftigen Kursrutsch. Die Papiere des Maschinenbauers IHI gewannen 3,7 Prozent, nachdem er seine Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr kräftig nach oben schraubte.

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