Marktbericht Asien-Börsen
Nikkei deutlich im Plus

Nachdem die US-Notenbank erste Anzeichen für ein Ende der Rezession sieht, beflügeln Konjunkturhoffnungen die Börsen in Fernost. Zum Börsenschluss liegt der Nikkei mit 0,8 Prozent im Plus. Bis auf Südkorea profitieren alle asiatischen Börsen. Einzelne Werte legen kräftig zu.

HB HONGKONG. Gute Nachrichten aus Fernost. Die asiatischen Aktienmärkte haben mit Gewinnen auf optimistischere Konjunktureinschätzungen der US-Notenbank reagiert. Die Anleger in Fernost zeigten sich erleichtert, dass die Federal Reserve, nach gut 20 Monaten in der Rezession eine Stabilisierung der US-Wirtschaft sieht. Gefragt waren vor allem Exportwerte.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei 0,8 Prozent fester bei 10 517 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewann 0,9 Prozent auf 968 Zähler. Die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und Australien legten um rund zwei Prozent zu. Auch der Märkte in Shanghai notierte im Plus. Lediglich die Börse in Südkorea verzeichnete minimale Verluste. Händler begründeten dies mit dem Auslaufen von Optionen.

Trotz der neuen Kursgewinne konnten die asiatischen Börsen im August insgesamt noch keinen Boden gutmachen. Die Investoren warten weiter auf deutlichere Aufwärtsimpulse. "Die Stimmung am Markt hat sich zwar verbessert, aber es ist nicht so, dass die Anleger nun übereifrig kaufen", sagte Analyst Junichi Misawa von STB Asset Management. "Sie sind ein wenig nervös." Doch auch wenn die Aktien angesichts der Unternehmensergebnisse überbewertet erschienen, deute die gegenwärtige Stimmung doch auf eine länger anhaltende Aufwärtstendenz.

Neben den optimistischeren Konjunktureinschätzungen begrüßten die Börsianer, dass die Fed keine bösen Überraschungen bereithielt. Die US-Notenbank kündigte an, ihr seit dem Frühjahr laufendes Ankaufprogramm für langfristige Staatsanleihen um einen Monat bis Ende Oktober zu verlängern, die Höchstsumme jedoch nicht aufzustocken. Den Leitzins beließen sie am Mittwochabend wie von Experten erwartet nahe null Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten in Tokio Hightech-Exportwerte wie die Titel von Advantest, die 4,9 Prozent zulegten. Die Aktien des zweitgrößten japanischen Autobauers Honda verteuerten sich um 1,3 Prozent, die Anteilsscheine von Weltmarktführer Toyota stiegen um 1,5 Prozent. Die Titel des Rivalen Mazda gewannen 3,1 Prozent, nachdem die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet hatte, der Autobauer könnte seine Prognose für die Inlandsproduktion von April bis September um rund zehn Prozent anheben. Grund sei eine erhöhte Nachfrage infolge der weltweiten Konjunkturprogramme.

Die Aktien von Kawasaki Heavy schossen fast sieben Prozent in die Höhe. Sie profitierten von einem Bericht, wonach Vietnam Japans Technik für Hochgeschwindigkeitszüge für den Bau eines Schnellbahn-Systems nutzen will.

Auch die Rohstoffpreise zogen in Fernost infolge des optimistischeren Fed-Ausblicks an: Öl verteuerte sich und lag deutlich über 70 Dollar je Fass. Der Kupferpreis stieg auf ein Zehn-Monats-Hoch.

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