Marktbericht: Asien-Börsen
US-Daten beflügeln Tokio

Positive Konjunkturdaten aus den USA haben den Aktienmärkten in Fernost am Dienstag Aufwind gegeben. In Tokio legten die Bankentitel im Schlepptau einer Heraufstufung der großen US-Banken durch Goldman Sachs zu und gaben dem Markt zusätzlichen Auftrieb. Der starke Yen machte dagegen erneut den Exportwerten zu schaffen.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 9691 Punkten aus dem Handel. Der gefasste Topix-Index schloss 0,5 Prozent höher bei 871 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Singapur, Australien, Hongkong und Taiwan verbuchten Gewinne. Lediglich Südkorea verzeichnete Verluste. Die Handelsplätze in Shanghai blieben wegen eines Feiertages zu.

Nachrichten aus den USA wurden positiv aufgenommen: Die Dienstleister in den Vereinigten Staaten haben sich nach etwa einem Jahr aus der Rezession gelöst. Dies rückte die Enttäuschung über die hohe Arbeitslosigkeit in der weltgrößten Volkswirtschaft in den Hintergrund.

Marktteilnehmern zufolge trennten sich einige Anleger nach der Zinserhöhung der australischen Zentralbank (RBA) von Aktien. Die RBA zog die Zinsschraube um 25 Basispunkte auf 3,25 Prozent an. Dies heizte Sorgen an, andere Länder könnten diesem Schritt folgen. Hohe Zinsen gelten oftmals als negativ für den Aktienmarkt, aber einige am Markt sagten, die Erhöhung könnte auch darauf hindeuten, dass die australische Wirtschaft auf dem Weg der Besserung sei.

"Die Gewinne des Yen gegenüber dem Dollar und die Zinserhöhung in Australien haben den Markt unter Druck gesetzt", sagte Kazuhiro Takahashi von Daiwa Securities. Im Grunde genommen bewege er sich aber auf dem Niveau des Vortages - mit Fokus auf den US-Börsen und auf dem Währungsmarkt.

Der starke Yen lastete erneut auf einigen Exportwerten. Aktien des Elektronikkonzerns Canon gaben 0,8 Prozent nach, die von Panasonic 1,3 Prozent. Der Dollar notierte in Asien gegenüber der japanischen Währung auf 89,02 Yen. Viele japanische Unternehmen hatten für das bis Ende März dauernde Finanzjahr eine Wechselrate von 90 bis 95 Yen angenommen. Dies könne dazu führen, dass einige Exporteure ihre Prognosen für das zweite Halbjahr zurückschrauben müssen, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities.

Nach der Banken-Heraufstufung in den USA ging es auch für einige Finanzwerte weiter nach oben. Die Titel der Mitsubishi UFJ Financial Group gewannen 4,4 Prozent, die der Mizuho Financial Group 2,8 Prozent.

Die Papiere des Autobauers Mazda kletterten gar um 7,6 Prozent. Das Unternehmen hatte am Vortag angekündigt, 1,1 Mrd. Dollar über den Verkauf von Aktien einzusammeln. Zugleich halbierte der Konzern seine Verlustprognose für das Finanzjahr.

Nach einem Zeitungsbericht über Erwägungen der arabischen Golfstaaten, den Dollar als Zahlungsmittel im Rohölhandel zu ersetzen, gab der Greenback in Asien nach. Der Euro notierte auf 1,4742 Dollar nach 1,4648 Dollar im späten US-Handel am Freitag. Zum Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung nach und notierte bei 131,06 Yen nach 131,16 Yen.

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