Marktbericht
Asien-Börsen wegen Erwartung geringerer Gewinne im Minus

Die Erwartung einer schwächeren US-Konjunktur und damit niedrigerer Gewinne asiatischer Exporteure haben am Freitag die Aktienmärkte in Fernost belastet. Bei den Devisen legte der Euro leicht zu und näherte sich einem Zwei-Wochen-Hoch an.

HB SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,26 Prozent schwächer bei 15 634 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 1,04 Prozent auf 1 563 Zähler nach. Die Aktienmärkte von Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur verbuchten ebenfalls Kursverluste.

Händlern zufolge sorgten sich viele Anleger vor einer schwächeren Entwicklung der Weltwirtschaft. Kurz vor Handelsbeginn veröffentlichte Daten zu einer positiven Entwicklung der japanischen Konjunktur konnten die Stimmung auf dem Börsenparkett kaum aufheitern. Offenbar gebe es trotz der Zahlen die Befürchtung, auch die japanische Wirtschaft könne ins Trudeln geraten, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities.

Zu den Verlieren zählten unter anderem Papiere des Autoherstellers Toyota, die um mehr als ein Prozent einbüßten.Anteilsscheine des Kameraherstellers Canon verloren rund 2,8 Prozent.

Auch die US-Aktienmärkte hatten den Handel am Donnerstag mit Verlusten beendet: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,69 Prozent tiefer, der breiter gefasste S&P-500-Index um 0,54 Prozent schwächer und der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,67 Prozent. Hier hatten vor allem überraschend schwache US-Konjunkturdaten für die Verkäufe gesorgt.

Dagegen stehen die Zeichen in der japanischen Wirtschaft Regierungsdaten zufolge gut: Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes zeigten sich im Berichtszeitraum von Juli bis September deutlich optimistischer, was die Geschäftsaussichten angeht. Der Business Survey Index (BSI) lag bei plus 12,7 nach plus 1,4 im Quartal davor. Noriaki Haseyama vom Dai-ichi Life Research Institute sprach von einem „sehr guten Ergebnis“. Nun werde mit Spannung der Tankan-Bericht der Notenbank Anfang kommenden Monats erwartet.

Bei den Devisen musste der Dollar im fernöstlichen Handel sowohl zum Euro als auch zum Yen deutliche Abschläge hinnehmen.

Am Markt wurden dafür die Sorgen vor einem Abschwächen der US-Wirtschaft verantwortlich gemacht - dies hätte zur Folge, dass die Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft zunächst nicht weiter erhöht werden. Auslöser dieser Erwartung war der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia, der am Donnerstag für September unerwartet stark ausgefallen war.

Der Euro kostete 1,2793 Dollar und lag damit nahe einem Zwei-Wochen-Hoch. Zur japanischen Währung lag die Gemeinschaftswährung bei 148,91 Yen. Der Dollar kostete 116,38 Yen - kurz zuvor hatte er auf der Handelsplattform EBS noch ein Zwei-Wochen-Tief von 116,19 Yen markiert.

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