Marktbericht Asien
Dollar-Schwäche bestimmt Handel an Tokioter Börse

Zum Wochenauftakt zeichnet die Aktienbörse in Tokio ein uneinheitliches Bild. Während der Nikkei leicht im Minus schloss, legte der Topix leicht zu. Der stärkere Yen belastete insbesondere die Aktien von Exportunternehmen. Der Dollar erreichte nach den jüngsten Spekulationen auf US-Zinssenkungen den tiefsten Stand seit 20 Monaten.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,11 Prozent tiefer bei 16.303 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index lag um 0,18 Prozent im Plus bei 1607 Punkten. Auch die Börsen in Hongkong und Taiwan verzeichneten Gewinne, während die Indizes in Singapur und Südkorea nachgaben.

Am Freitag werden die neuesten Zahlen zum japanischen Wirtschaftswachstum vorgelegt. „Der Markt dürfte normalerweise nicht fallen, aber Investoren haben die Befürchtung, dass das Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert wird“, sagte Tsuyoshi Nomaguchi von Daiwa Securities. Die japanische Wirtschaft legte jüngsten Zahlen zufolge das siebte Vierteljahr in Folge zu. Im Sommer wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent.

Der starke Yen belastete die Aktien von Unternehmen, die stark vom Export abhängig sind. Die Honda-Papiere verloren 1,48 Prozent, Canon-Aktien gaben 1,15 Prozent nach. Besser entwickelten sich dagegen die Aktien von Immobilienunternehmen. Sumitomo Realty & Development-Titel gewannen 1,63 Prozent, Nomura Real Estate Holdings-Papiere legten 2,92 Prozent zu.

Itochu-Papiere gewannen 0,5 Prozent auf 943 Yen. Das Unternehmen hat sich mit Tsuruya Shoe Store auf eine Kapital- und Geschäftspartnerschaft geeinigt. Itochu werde dazu neu ausgegebene Aktien von Tsuruya im Wert von 300 Mill. Yen erwerben, berichtet “Nihon Keizai Shimbun“.

Immobilien- und Stahlwerte waren ebenfalls gefragt. Misawa-Aktien zogen um 1,2 Prozent auf 3480 Yen an, die Anteilsscheine von Mitsubishi Estate um 1,7 Prozent auf 2960 Yen. Zugleich zogen die Aktien von Kobe Steel 0,6 Prozent auf 357 Yen und die von Nippon Steel um 1,3 Prozent auf 528 Yen zu. Der Stahlexport ist im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent gestiegen.

Der Euro erreichte mit Kursen von etwa 1,3331 Dollar ein 20-Monatshoch. Händlern zufolge drückten Spekulationen auf Zinssenkungen die US-Währung. Angesichts einer schwächeren US-Konjunktur schließe die US-Notenbank (Fed) diesen Schritt nicht mehr aus. Zum Yen wurde der Dollar mit 115,54 Yen gehandelt.

Die US-Börsen haben am Freitag schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,23 Prozent im Minus bei 12.194 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,28 Prozent auf 1396 Stellen nach, der Technologie-Index Nasdaq schloss 0,76 Prozent im Minus bei 2413 Zählern. Auf Wochensicht lagen die Indizes ebenfalls im Minus: der Dow 0,7 Prozent, der S&P 0,3 Prozent und die Nasdaq 1,9 Prozent.

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