Marktbericht Asien
Export- und Bankwerte belasten asiatische Indizes

Befürchtungen einer globalen Kreditkrise haben am Montag den Handel an den asiatischen Aktienmärkten belastet. Zu den Verlieren zählten vor allem Exportwerte, die unter den negativen US-Vorgaben und einem festeren Yen litten. Banktitel gerieten erneut in den Sog der Krise am US-Hypothekenmarkt.

HB HONGKONG. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,39 Prozent leichter bei 16.914 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,27 Prozent im Minus bei 1668 Zählern. Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Singapur und Taiwan gaben die Hauptindizes nach. Die Börse in Shanghai erreichte unbeeindruckt von der Ausverkaufsstimmung zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch.

„Die Sorgen über Auswirkungen der Krise am US-Markt für zweitklassige Hypothekenkredite schlagen wieder voll durch. Bei der Menge an Unsicherheit derzeit ist es schwer, ein Ende des Abwärtstrends auszumachen“, sagte der Kyobo-Securities-Analyst Lee Woo Hyun.

Zu den größten Verlierern zählten mit einem Minus von über sechseinhalb Prozent die Aktien der australischen Großbank Macquarie. Das Geldhaus hatte unlängst vor Verlusten von bis zu 25 Prozent bei zwei Fonds gewarnt. Die US-Investmentbank Bear Stearns hatte am Freitag erklärt, die jüngsten Turbulenzen an den Anleihemärkten seien so schlimm wie das Platzen der Internet-Blase 2001. Die Schockwellen dieser Äußerungen belasteten in Fernost Finanztitel: Mitsubishi UFJ Financial Group verloren rund 2,5 Prozent, ebenso wie die Aktien der Mizuho Financial Group.

Exportwerte litten unter Sorgen angesichts der Entwicklung der US-Wirtschaft nach enttäuschenden Konjunkturdaten am Freitag: Die USA sind der wichtigste Absatzmarkt für Firmen wie Canon, Sony und Hyundai Motor, deren Anteilsscheine zwischen zwei und drei Prozent an Wert verloren.

Die US-Börsen hatten die Woche am Freitag wegen der Turbulenzen rund um den US-Hypothekenmarkt mit deutlichen Verlusten beendet: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,09 Prozent tiefer bei 13.181 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 2,66 Prozent auf 1433 Zähler, und der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 2,51 Prozent auf 2511 Stellen nach - das ist jeweils der größte Tagesverlust seit dem Ausverkauf vom 27. Februar. Damals war der starke Einbruch am chinesischen Aktienmarkt der Auslöser.

Der Euro stieg auf 1,3836 Dollar bewertet nach 1,3773 Dollar in New York. Zum Yen sank der Dollar auf rund 117,50 Yen nach 118,04 im späten US-Handel am Freitag.

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