Marktbericht Asien
Fallender Ölpreis treibt Asien-Börsen nach oben

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch höher tendiert. Treibende Kraft waren fallende Ölpreise, die vor allem Exportwerte beflügelten.

HONGKONG. Bankentitel verteuerten sich ebenfalls: Investoren zeigten sich erleichtert darüber, dass die meisten größeren US-Banken mittlerweile besser als erwartet ausgefallene Zahlen vorgelegt haben. Der Dollar tendierte gegenüber dem Euro weitgehend unverändert.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verzeichnete zum Handelsschluss ein Plus von 0,97 Prozent bei 13.312 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,21 Prozent zu auf 1303 Zähler. Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea tendierten höher. Der Preis für US-Leichtöl fiel um 73 Cent auf 127,69 Dollar.

Gefragt waren in Japan unter anderen die Aktien von exportorientierten Unternehmen wie Honda. Die Anteilsscheine des japanischen Automobilherstellers legten um 2,8 Prozent zu. Auf den Kauflisten der Börsianer standen auch die Aktien von Suzuki, die sich um 0,8 Prozent verteuerten. Händler verwiesen auf einen Zeitungsbericht, wonach der Autobauer im Zeitraum von April bis Juni einen Rekord beim Betriebsgewinn verbucht haben soll.

Auch Aktien aus dem Immobiliensektor verbuchten Gewinne. Die Titel von Mitsubishi Estate legten 6,9 Prozent zu, die von Mitsui Fudosan 3,9 Prozent. JPMorgan erklärte, beide Unternehmen hätten trotz einer Abschwächung der Konjunktur ein stabiles Gewinnwachstum verzeichnet. Der Immobilien-Branchenindex kletterte um 5,6 Prozent, nachdem die Titel dieses Sektors zuletzt unter anderem von der Pleite des Bauträgers Zephyr in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

Auch Bankentitel gehörten zu den Gewinnern. Die Aktien von Mizuho Financial schlossen 4,3 Prozent höher, die Titel der Sumitomo Mitsui Financial Group verteuerten sich um 3,2 Prozent. Nach der Berichterstattung der großen US-Banken herrsche die Wahrnehmung vor, dass der Markt potenzielle Probleme überstanden habe, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. Dies habe den Bankenwerten sowohl an der Wall Street als auch in Tokio geholfen. Da von den bevorstehenden Unternehmenszahlen in Japan nicht allzu viel Gutes erwartet werde, blieben die Gewinne aber begrenzt.

Der Dollar hielt im fernöstlichen Handel seine Gewinne. Er wurde bei 107,54 Yen gehandelt nach 107,34 Yen zum US-Börsenschluss. Der Euro notierte mit 1,5776 Dollar wenig verändert. Ein Rückgang des Ölpreises und Aussagen von US-Finanzminister Henry Paulson zu den Wechselkursen hatten am Dienstag dem Dollar ordentlichen Rückenwind verschafft. Der Euro lag zur japanischen Währung bei 169,66 Yen nach 169,36 Yen am Dienstagabend.

Die US-Börsen hatten am Dienstag dank eines sinkenden Ölpreises freundlich geschlossen. Bei den Investoren keimte die Hoffnung auf, mit geringeren Energiekosten könne auch die Nachfrage der Konsumenten wieder anziehen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,18 Prozent höher bei 11 602 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,35 Prozent auf 1277 Punkte zu. Der Technologie-Index Nasdaq schloss 1,07 Prozent im Plus bei 2 303 Zählern.

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