Marktbericht Asien
Fernost-Börsen im Minus

Neue Sorgen über das Ausmaß der Kreditkrise haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag deutlich ins Minus gedrückt. Die Warnung der größten US-Bank Citigroup vor weiteren Milliardenabschreibungen und der Rücktritt ihres Chefs Charles Prince lasteten vor allem auf dem Finanzsektor.

HB HONGKONG. Der Euro lag weiterhin in Reichweite eines Rekordhochs. Der Ölpreis lag bei etwa 95 Dollar pro Barrel und damit ebenfalls nur wenig unterhalb seines zuletzt markierten Rekordstands von 96,24 Dollar.

In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte um 1,5 Prozent tiefer bei 16.268 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,56 Prozent nach auf 1575 Zähler. Auch die Märkte in Seoul, Singapur, Hongkong und Shanghai lagen deutlich im Minus. Dagegen verzeichneten die Märkte in Taiwan leichte Gewinne.

Während der Rücktritt von Citigroup-Chef Prince nicht unerwartet kam, zeigten sich Experten doch von den am Sonntagabend angekündigten neuen Abschreibungen im Zuge der US-Hypothekenkrise überrascht. Dies bestimme den Handelstag, sagte Analystin Juliana Roadley von ComSec. Alle seien gespannt, wie die US-Börsen auf Nachrichten von der Citigroup reagieren würden. Zu den größten Verlierern gehörten die Bankwerte. So büßten die Aktien des größten japanischen Finanzinstituts Mitsubishi UFJ mehr als drei Prozent ein. Die Papiere des Rivalen Sumitomo Mitsui Financial gaben rund 2,5 Prozent nach. Die Titel der Citigroup dagegen debütierten an der Tokyo Stock Exchange trotz der schlechten Nachrichten des Unternehmens um rund fünf Prozent im Plus.

Dem allgemeinen Trend trotzten Energietitel: Investoren setzten darauf, dass die hohen Ölpreise hier weiterhin die Gewinne sprudeln lassen. Die Aktien der Inpex stiegen rund 1,6 Prozent, die Papiere von Santos kletterten rund 2,7 Prozent. An der Shanghaier Börse legten die Aktien von Petrochina ein gelungenes Debut hin: Sie verdreifachten ihren Wert zeitweise. Die in HongKong gelisteten Titel des Unternehmens verloren dagegen mehr als sechs Prozent.

Der Euro kostete 1,4483 Dollar und lag damit nur leicht unter dem Schlusswert aus dem US-Handel von 1,4503 Dollar. Zum Yen kostete die Gemeinschaftswährung 166,18 Yen. Der Dollar notierte bei 114,72 Yen nach 144,84 Yen zum Handelsschluss in den USA.

In New York hatten die Börsen am Freitag dank positiv interpretierter Arbeitsmarktdaten den Handel mit Gewinnen beendet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Plus bei 13 595 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 schloss leicht im Plus bei 1 510 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,56 Prozent auf 2 810 Stellen.

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