Marktbericht Asien
Immobilienwerte belasten Tokioter Börse

Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenausklang Verluste verzeichnet. In Tokio hätten vor allem Gewinnmitnahmen bei Immobilien-Werten den Markt belastet, sagten Händler. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,3420 Dollar. Auch der Yen bewegte sich kaum.

HB SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,28 Prozent im Minus bei 18.188 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,64 Prozent auf 1778 Zähler. Auch die Märkte in Südkorea, Hongkong, Singapur und Taiwan gaben nach, ebenso wie der Index in Schanghai.

Viele Anleger nutzten den jüngsten Höhenflug des Nikkei, um Gewinne einzustreichen, wie Experte Zenshiro Mizuno von Marusan Securities erklärte. Am Donnerstag hatte der Leitindex auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren geschlossen. Zu den größten Verlierern zählten Immobilien-Aktien wie das Papier von Mitsubishi Estate, das knapp vier Prozent nachgab.

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Diese Papiere litten darunter, dass die Firmen vor allem auf den Heimatmarkt fokussiert seien, sagte Mizuno. Export orientierte Werte wie die von Halbleiter-Herstellern seien hingegen weiter gefragt, denn sie profitierten von der Schwäche der japanischen Währung. Aktien von Advantest etwa verteuerten sich um knapp 3,6 Prozent.

Auch das Papier des Videospieleherstellers Nintendo legte zu und markierte Rekordstände. Investoren versprächen sich viel von dem neuen Spiel „The Legend of Zelda: Phantom Hourglass“, sagten Händler. Es dürfte Nintendos führende Position auf dem Videospiele-Markt weiter stärken. Die Aktie verzeichnete ein Plus von 2,6 Prozent.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag Kursaufschläge verbucht: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,4 Prozent auf 13.545 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 um 0,6 Prozent auf 1522 Stellen nach und der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,65 Prozent auf 2616 Zähler.

Am fernöstlichen Devisenmarkt notierte der Euro zur japanischen Währung mit 166,01 Yen und damit weiter auf hohem Niveau. Der Dollar legte zu und lag bei 123,89 Yen. Im Tagesverlauf wurden keine entscheidenden Konjunkturdaten aus den USA erwartet; die Investoren blickten mit um so größerem Interesse nach Deutschland, wo der Ifo-Index veröffentlicht werden sollte.

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