Marktbericht: Asien
Japans Börse schließt leicht im Plus

Die Händler in Japan schauen auf die Vorgaben aus den USA. Der Nikkei legt 0,2 Prozent auf 8 727 Punkte zu. Einige Finanztitel verlieren, die Aktie von Elektronikkonzern Pioneer legt 17 Prozent zu.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Leichten Rückenwind gaben vorsichtig optimistische Kommentare von US-Finanzminister Timothy Geithner zum Zustand der Bankenbranche. Viele Anleger zeigten sich aber vorsichtig und wollten die Veröffentlichung der Banken-Stresstests in den USA am 4. Mai abwarten. In Tokio gehörten die Titel des Elektronikriesen Pioneer zu den großen Gewinnern. Medienberichten will sich der Konzern um finanzielle Hilfen des Staates bemühen. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent auf 8 727 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,1 Prozent im Minus bei 829 Zählern. Die Aktienmärkte in Hongkong, Singapur und der chinesische Leitindex notierten ebenfalls tiefer. Die Börsen in Taiwan und Südkorea verzeichneten Gewinne. Geithner hatte gesagt, die große Mehrheit der US-Banken sei ausreichend mit Kapital ausgestattet.

Nach den durch einen skeptischen Ausblick der Bank of America ausgelösten Verluste vom Vortag wurden die Worte zunächst positiv aufgenommen. Über dem Parkett schwebt aber nach wie vor das Damoklesschwert der US-Stresstests. Händlern zufolge hielten sich die Anleger bis dahin und angesichts des bevorstehenden Höhepunkts der Berichtssaisons in den USA und Japan zurück. Die Papiere des Branchenführers Mitsubishi UFJ Financial verloren 2,4 Prozent, die der Nummer zwei Mizuho Financial 0,5 Prozent. "Man muss sich selbst fragen, wie lange der Enthusiasmus über Geithners Worte andauert", sagte Jan Lambregts von Rabobank Global Financial Markets. "Im Wesentlichen bis zum 4. Mai, wir warten auf die Ergebnisse des Stresstests. Bis dahin ist es ein unschöner Weg." Mit dem Test soll der Kapitalbedarf der Banken unter sich noch verschlechternden wirtschaftlichen Umständen geprüft werden.

Mit einem Plus von 17,1 Prozent setzten in Tokio die Papiere des seit Jahren Verluste schreibenden Elektronikkonzerns Pioneer zu einem Höhenflug an. Grund waren Berichte, wonach das Unternehmen sich um staatliche Finanzhilfen bemühen will. Dem in nicht viel nach standen die Titel des PC-Halbleiterhersteller Elpida, die um 14,9 Prozent nach oben schnellten. Der Konzern plant, die Preise für Speicherchips im kommenden Monat um etwa 50 Prozent zu erhöhen. Zudem profitierte Elpida von einem Bericht des Wirtschaftsblatts "Nikkei", wonach damit gerechnet wird, dass der Konzern ebenfalls staatliche Finanzhilfen beantragen wird. Im Blickpunkt standen auch die Titel des Autobauers Honda. Eine Zeitung hatte berichtet, der Honda-Betriebsgewinn im vergangenen Geschäftsjahr sei besser als von dem Konzern erwartet ausgefallen. Honda-Papiere verloren dennoch 0,6 Prozent.

Der Euro fiel in Fernost auf 1,2940 Dollar. Auch gegenüber dem Yen verlor die Gemeinschaftswährung und war 127,23 Yen wert. Der Dollar gab gegenüber dem Yen auf 98,32 Yen nach.

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