Marktbericht Asien
Merrill zieht Nikkei nach unten

Die Aktienmärkte in Fernost haben Freitag trotz positiver Vorgaben aus den USA überwiegend schwächer tendiert. Ausschlaggebend waren die unerwartet schlechten Quartalszahlen von Merrill Lynch, die nach Börsenschluss in New York veröffentlicht wurden.

HB TOKIO. Die drittgrößte US-Investmentbank schrieb wegen Abschreibungen einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar. Das Ergebnis schmälerte die Hoffnung auf eine Erholung des Finanzsektors. Für schlechte Stimmung sorgten auch die schwächer als erwartet ausgefallenen Google-Zahlen und ein Bericht des "Wall Street Journal", wonach der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Freddie Mac eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu zehn Milliarden Dollar erwägt.

Der japanische Aktienmarkt beendete die sechste Woche in Folge mit Verlusten: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,7 Prozent tiefer bei 12 803 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 0,9 Prozent auf 1 252 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan und Südkorea und Singapur verzeichneten Verluste. Dagegen tendierte die Börse in Shanghai etwas höher.

Zu den Verlierern in Tokio zählten nach den enttäuschenden Merrill-Zahlen Finanztitel. Die Aktie der Mizuho Financial Group gab 0,6 Prozent nach, die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial fielen 0,4 Prozent. Auch Technologiewerte verloren, nachdem Google seinen Gewinn im Frühjahr nicht so stark gesteigert hatte wie erwartet. Kyocera Corp schloss 2,4 Prozent im Minus. Zu den wenigen Gewinnern zählten dank eines günstigeren Yen-Kurses Exporteure wie Honda.Die Aktie des Autohersteller legte 0,6 Prozent zu.

Anders als die asiatischen Börsen hatten die Märkte in New York dank einiger guter Geschäftszahlen ihre Erholung fortgesetzt. Vor allem die relativ solide Bilanz von JPMorgan verbreitete Zuversicht. Angeheizt wurden die Kurse zudem durch ein starkes Absinken des Ölpreises, der zum ersten Mal seit mehr als einem Monat unter die Marke von 130 Dollar fiel.

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