Marktbericht Asien
Nikkei schließt schwächer

Die Börsen in Fernost haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Auftrieb gab den Märkten im Handelsverlauf ein Bericht der "New York Times", wonach die US-Regierung eine Übernahme der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae erwägt, sollte sich die Lage der Institute verschlechtern.

HB HONGKONG. Der Dollar legte nach Bekanntwerden der Nachricht auf breiter Front zu. In Japan drehten die Indizes kurzzeitig ins Plus, gingen aber schließlich doch mit einem Minus aus dem Handel. Der Ölpreis stieg auf über 142 Dollar je Barrel.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,21 Prozent tiefer bei 13 039 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank 0,38 Prozent auf 1 285 Zähler. Auch die Börse in Shanghai tendierte tiefer. Die Aktienmärkte in Singapur, Hongkong, Taiwan und Südkorea verzeichneten dagegen Gewinne. In dem Zeitungsbericht hieß es unter Berufung auf Kreise, jegliche Verluste bei den von Fannie Mae und Freddie Mac garantierten Hypotheken würden im Falle einer Übernahme durch die Regierung von den Steuerzahlern beglichen. Die Aktien der Institute wären in diesem Fall wenig oder gar nichts mehr wert.

Ein derartiger Eingriff der Regierung stehe jedoch nicht unmittelbar bevor. "Die Anleger stürzen sich auf jede kleine positive Nachricht, besonders wenn es um diese Hypothekenfinanzierer und die US-Regierung geht", sagte Mona Chung von Daiwa Asset Management in Hongkong. Es scheine sich aber erneut nur um eine vorübergehende Lösung des Problems zu handeln. Was die Unruhen im Finanzsektor angehe, sei immer noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Die Titel der führenden japanischen Banken machten dennoch anfängliche Verluste wieder wett und gingen erneut mit Gewinnen aus dem Handel. Die Aktien der Mitsubishi UFJ Financial Group stiegen um 0,4 Prozent, die der Mizuho Financial Group gar um 1,7 Prozent. Dagegen verbuchten vor allem Exporttitel Verluste. So verbilligten sich etwa die Aktien von Canon um 1,5 Prozent, die Papiere von Sony gaben 1,1 Prozent nach.

Ein Fass US-Leichtöl kostete im fernöstlichen Handel 142,06 Dollar. Geopolitische Sorgen über den Iran und Nigeria sowie ein drohender Streik in Brasilien hatten den Ölpreis zuletzt wieder nach oben getrieben. Der Euro notierte bei 1,5772 Dollar nach 1,5784 Dollar zum US-Handelsschluss. Zur japanischen Währung notierte der Dollar bei 107,19 Yen. Der Euro wurde mit 169,06 Yen bewertet.

Den US-Börsen hatten am Donnerstag die Hoffnungen auf ein starkes Geschäft mit dem neuen iPhone Gewinne beschert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,73 Prozent fester bei 11 229 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 11 086 und 11 270 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,7 Prozent auf 1 253 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbuchte ein Plus von 1,03 Prozent auf 2 257 Punkte.

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