Marktbericht Asien
Nikkei schließt über 16 000 Punkten

Positive Aussichten für den japanischen Einzelhandel haben den Tokioter Nikkei-Index am Montag auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren geschlossen.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei beendete den Handel 1,04 Prozent im Plus bei 16 108 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um fast 0,7 Prozent zu auf 1649 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Hongkong, Singapur und Südkorea lagen im Plus.

Für positive Stimmung auf dem Parkett sorgte besonders die Ankündigung der japanischen Handelskette Seven & I Holdings Co. Ltd., 65 Prozent der Anteile an dem Warenhauskonzern Millennium Retailing Inc. übernehmen zu wollen. Mit einer Fusion zwischen den beiden Unternehmen würde Asiens umsatzstärkste Einzelhandelsgruppe entstehen und Aeon Co. Ltd an der Branchenspitze ablösen. „Die Übernahme unterstreicht die Aussichten für den Sektor, der von einer Erholung der privaten Konsumausgaben profitiert“, sagte Susumu Abe von Mito Securities.

Der geplante Zusammenschluss der beiden Einzelhandelsunternehmen dürfte sich nach Ansicht von Experten förderlich auf den gesamten Einzelhandel in Japan auswirken. Die Branche profitiert zudem von der verbesserten Einkommenssituation in Japan sowie der Aussicht auf ein baldiges Ende der jahrelangen Deflation.

Händler verzeichneten zudem einen deutlichen Zufluss an Geldern von Einzelinvestoren über den Weg neu geschaffener Investment-Fonds. Die Marktteilnehmer scheinen Händlern zufolge dabei von einem Anstieg des Verbraucherpreis-Indexes für November ausgegangen zu sein, der am Dienstag bekannt gegeben wird. Der Index ist seit Oktober 2003 nicht mehr zum Vorjahr gestiegen.

Das wahrscheinliche Ende des Preisverfalls in Japan dürfte eines der wichtigsten Themen für den Börsenhandel im kommenden Jahr sein. Die Konsumausgaben, die in Japan zu 55 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beitragen, dürften laut Analysten in naher Zukunft auch deshalb weiter steigen, da viele Bürger Gewinne dank der in diesem Jahr stark gestiegenen Börsenkurse erzielt hätten.

Neben Seven & I und Millennium Retailing gewannen am Monatg auch andere Einzelhandelsaktien wie Aeon und Family Mart hinzu. Zuden Gewinnern zählten zudem Brokerfirmen, die vom jüngsten Höhenflug der Börse profitierten. Die wertmäßig am stärksten gehandelten Titel waren Softbank, die um 390 Yen auf 13 360 Yen zulegten und damit bereits am sechsten Handelstag in Folge stiegen. Umsatzzugpferd waren die Papiere von Mitsubishi Motors, die um 8 auf 251 Yen zulegten.

Zu den Kursverlierern gehörten abermals die Papiere des Elektronikkonzerns TDK. Die Aktie verlor knapp 7,6 Prozent. Grund waren Sorgen der Investoren, dass das Unternehmen durch eine geplante Übernahme in den USA seinen größten Kunden Maxtor verlieren könnte.

Auch andere Titel im Technologiesektor sowie Öl- und Lebensmittel-Aktien verzeichneten Verluste, vor allem weil der Dollar nahezu unverändert auf dem Niveau des späten New Yorker Handels bei 116,30 Yen verharrte.

Insgesamt hielt sich die Handelsaktivität am Devisenmarkt in Fernost angesichts der Weihnachtsfeierlichkeiten in den USA und Europa weitgehend in Grenzen. „Es ist schwer, irgendwas zu unternehmen“, sagte ein Händler. „Der Markt ist ruhig und wird am Nachmittag noch ruhiger werden, weil die Märkte in Europa und den USA geschlossen sind.“ Der Euro lag mit 1,1853 Dollar etwas unter seinem späten Freitagskurs in den USA.

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