Marktbericht Asien
Starker Yen belastet japanische Exportwerte

Die Aktienbörsen in Fernost sind am Mittwoch nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gerutscht. Ein stärkerer Yen und der Verkauf von Chip-Aktien zogen die Märkte trotz der positiven Vorgaben aus den USA nach unten. Vor der Veröffentlichung neuer Zahlen zum US-Häusermarkt am Mittwoch belasteten zudem Gewinnmitnahmen die Kurse.

HB HONKONG/TOKIO. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,56 Prozent auf 16 358 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,43 Prozent auf 1563 Zähler. Auch die Börsen in Singapur, Taiwan und Südkorea lagen im Minus. Dagegen tendierten die Märkte in Hongkong und Shanghai freundlicher.

„Angesichts der Bewegung im Devisenmarkt, den Ergebnissen von Texas Instruments (TI) und den anstehenden Daten zum US-Häusermarkt hat niemand einen Grund zu kaufen“, sagte Norihito Fujito von Mitsubishi UFJ Securities. Nach einem enttäuschenden Ausblick von TI Anfang der Woche hatten die US-Chiphersteller zuletzt Verluste hinnehmen müssen. Die Aktien von Tokyo Electron sanken daher fast auf ein Zwei-Jahres-Tief und notierten zum Handelsschluss noch 1,85 Prozent im Minus. In Japan warteten Investoren zudem auf neue Quartalszahlen, die noch am Mittwoch veröffentlicht werden wollten, darunter die von Yahoo Japan und Elpida Memory. Zu den Verlierern gehörten aufgrund eines stärkeren Yens auch einmal mehr die Titel von Exportunternehmen. So verloren die Aktien von Toyota mehr als zwei Prozent.

Der Yen gewann auf breiter Front, was die Anleger zur Abwicklung sogenannter Carry Trades veranlasste. Bei dieser Art von Geschäften werden Kredite in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen aufgenommen, um das Kapital in renditeträchtigere Anlageformen zu investieren. Ein Dollar kostete 114,44 Yen, nach 144,76 Yen im späten US-Handel. Der Euro kostete 1,4241 Dollar und damit etwas weniger als im US-Handel. Den Dollar hielt nach Ansicht von Händlern vor allem die Erwartung im Zaum, dass die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr noch weiter senken könnte. US-Leichtöl wurde mit 85,09 Dollar je Barrel gehandelt, nach 85,27 Dollar im späten US-Handel.

An den New Yorker Börsen hatten zuvor starke Quartalszahlen von US-Unternehmen die Kurse angetrieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,8 Prozent auf 13 676 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,9 Prozent auf 1520 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte gut 1,6 Prozent fester bei 2799 Stellen.

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