Marktbericht Asien
Tokios Börse schließt freundlich

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag anfängliche Verluste wieder wettgemacht und im Plus geschlossen. Vor allem Stahltitel legten zu, nachdem der Luxemburger Konzern Arcelor und sein Konkurrent Mittal Steel ihre Mega-Fusion bekannt gegeben hatten. Analysten rechnen nun mit weiteren Übernahmen in der Stahlbranche.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte am Handelsende einen leichten Aufschlag von 28,36 Punkten oder 0,19 Prozent und ging beim Stand von 15 152,40 Zählern aus dem Markt. Der breiter gefasste Topix verbesserte sich um 3,40 Punkte oder 0,22 Prozent auf den Endstand von 1548,97 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan tendierten im Plus. Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr fester mit 116,36-39 Yen nach 115,99-116,02 Yen am Freitag. Der Euro notierte leichter mit 1,2515-18 Dollar nach 1,2570-73 Dollar zum Vorwochenschluss. Öl wurde nach Berichten über eine höhere Produktion im Irak etwas günstiger gehandelt.

Die anfänglichen Verluste hatten Analysten in Tokio noch auf Zinssorgen zurückgeführt. Zwar rechneten die meisten Marktteilnehmer mit einer weiteren Erhöhung des US-Leitzins in dieser Woche durch die Fed. Die Händler blickten aber dennoch gebannt auf die Zinssitzung der US-Notenbank - vor allem, da sie sich von den zu erwartenden Kommentaren der Währungshüter mehr Aufschluss über die weitere US-Geldpolitik versprechen. Eine weitere Straffung dürfte insbesondere für exportorientierte Firmen in Fernost negativ sein, da sich die Konsumneigung im Schlüsselmarkt USA bei weiter steigenden Zinsen wohl abkühlen wird.

In Japan gewannen die Aktien von Nippon Steel 1,71 Prozent. Bisher war der japanische Stahlkonzern weltweit die Nummer drei in der Branche hinter Mittal und Arcelor. Auch in Australien standen die Titel von Stahlfirmen im Mittelpunkt: One-Steel kündigte die Übernahme des Konkurrenten Smorgon Steel für umgerechnet etwa 935 Mill. Euro an. OneSteel legten daraufhin um 3,5 Prozent zu, Smorgon Steel schossen sogar mehr als 32 Prozent in die Höhe.

Von ihren Tagestiefs erholt zeigten sich die Papiere von Elektronik-, Automobil- und Wertpapierhandelsunternehmen. Insbesondere defensive Aktien seien unterdessen gekauft worden.

Die Papiere von Matsushita Electric Industrial profitierten nicht merklich von einem Bericht, wonach das Unternehmen vorzeitig seine Produktion von Plasmabildschirmen wegen der hohen Nachfrage erhöhen wird. Die Aktie gab um 0,2 Prozent nach auf 2360 Yen. Shinwa-Aktien profitierten von der Ankündigung eines Aktiensplits und gewannen 0,6 Prozent auf 3230 Yen. Gewinnmitnahmen drückten Shimamura-Aktien um 7 Prozent auf 12 790 Yen. Das Bekleidungsunternehmen hatte am Freitag gute, aber unter vorherigen Prognosen liegende Geschäftszahlen gemeldet. Taisei kam ein Bericht zugute, nach dem das Bauunternehmen im Bereich Grundstücksentwicklung verstärkt investieren will. Die Aktie gewann 0,5 Prozent auf 421 Yen. Atom stiegen um 1,5 Prozent auf 617 Yen, nachdem der Restaurantbetreiber das Zusammengehen mit dem Konkurrenten Gankoen angekündigt hatte.

Die Softbank-Papiere wurden um 1,4 Prozent auf 2485 Yen nach unten genommen. Einem Bericht zufolge startet das Unternehmen bereits im laufenden Geschäftsjahr sein günstigeres Angebot von Kommunikationsdienstleistungen über Glasfaserleitungen.

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