Marktbericht Asien
Tokioter Börse schließt unverändert

Sorgen um das Wachstum in den USA haben am Freitag an den Börsen in Fernost überwiegend Verluste ausgelöst. Auch die Herabstufung eines US-Anleiheversicherers belastete die Kurse. Besonders die Aktien von Finanzinstituten gehörten zu den Verlierern. An den japanischen Aktienmärkten war die Stimmung jedoch nach Kursanstiegen bei Exportwerten etwas besser.

HB HONGKONG. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 13.622 Punkten. Am Vortag war der Index um 4,3 Prozent geklettert, das war der größte Tagesgewinn seit sechs Jahren. Der breiter gefasste Topix-Index legte zum Wochenende 0,18 Prozent zu auf 1334 Zähler. Auch die Börse in Taiwan ging leicht nach oben, während die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur Verluste verzeichneten.

„Obwohl die Indikatoren sowohl in den USA als auch in Japan überraschend gut waren, fielen sie bei genauerem Hinsehen dann doch nicht so positiv aus“, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. Wenn man dann die Herabstufung von FGIC und die Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke mit einbeziehe, der am Vortag vor größeren Risiken für die US-Wirtschaft gewarnt habe, werde deutlich, dass die Subprime-Sorgen weiterhin die Stimmung belasteten. Allerdings hätte einem anderen Analysten zufolge eine Herabstufung eines größeren Anleiheversicherers wie Ambac oder MBIA einen deutlich schlechteren Einfluss gehabt.

Die japanische Notenbank beließ den Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,5 Prozent. Zuletzt hatten die Währungshüter ihren Schlüsselzins im Februar 2007 um 25 Basispunkte angehoben.

Besonders die Aktien von exportorierten Unternehmen gehörten in Tokio zu den Gewinnern. Die Aktien von Mitsubishi legten 4,15 Prozent zu, die Titel des Baumaschinenherstellers Komatsu 3,75 Prozent.

Schwächer entwickelten sich nach schlechten Vorgaben aus den USA Technologiewerte wie der Microchip-Tester Advantest mit einem Minus von 1,27 Prozent. Die Papiere des Chipausrüsters Tokyo Electron gaben 1,88 Prozent nach, die Casio-Titel 1,77 Prozent. Die US-Tech-Aktien hatten verloren, nachdem der Grafikchiphersteller NVIDIA schlechte Zahlen vorgelegt hatte. Zudem belasteten Nachrichten, wonach die US-Investmentbank Goldman Sachs Intel von ihrer Kaufliste genommen hatte, die Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte am Donnerstag wegen Konjunktursorgen 1,4 Prozent auf 12.377 Punkte nachgegeben. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,3 Prozent auf 1349 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 1,74 Prozent tiefer bei 2333 Punkten.

Der Euro kostete in Fernost mit 1,4645 Dollar fast genau so viel wie im späten US-Handel. Zur japanischen Währung notierte er mit 158,26 Yen. Der Dollar wurde für 108,06 Yen gehandelt nach 108,62 Yen im späten US-Geschäft.

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