Marktbericht Asien
Tokioter Börse trotzt dem starkem Yen

Asiens Börsen haben sich am Dienstag uneinheitlich präsentiert. Trotz eines stärkeren Yens, der die Exportwerte belastete, schloss die japanische Börse dank Schnäppchenjägern im Plus.

HB TOKIO. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,17 Prozent höher bei 16 386 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,12 Prozent auf 1651 Zähler zu. Zu den Kursgewinnern in Tokio zählten die Titel des Stahlproduzenten Nippon Steel, die zwei Prozent zulegten. Die Wirtschaftszeitung „Nihon Keizei“ hatte berichtet, dass Japans Branchenprimus sich in Gesprächen mit Südkoreas Posco unter anderem über eine Minen-Zusammenarbeit befinde. Die Aktien der Telekom- und Internetfirma Softbank erholten sich nach Verlusten der Vorwoche und kletterten um 5,72 Prozent. Am 28. August waren die Titel wegen einer negativen Analysten-Bewertung auf ein Ein-Monatstief gerutscht.

Für die Verluste, die der Nikkei im Handelsverlauf vorübergehend hinnehmen musste, sei hingegen die Stärke des Yen verantwortlich, sagte Otsuka. Die japanische Währung kletterte zum Dollar auf ein Zweiwochen-Hoch nach der Vorlage von stark ausgefallenen Investitionsdaten, die im Vorfeld der Sitzung der japanischen Notenbank in dieser Woche nach Ansicht von Händlern auf eine Erholung der Wirtschaft hindeuten könnten. Einige Exportwerte litten unter dem Anstieg des Yen. So musste der Kamera-Hersteller Olympus Abschläge von 0,56 Prozent hinnehmen. Am Vortag hatten die Aktien noch ein Fünf-Monatshoch erreicht. Die Titel von Fuji Photo Film verbilligten sich um 1,14 Prozent, nachdem sie zuvor noch ein Vier-Jahreshoch markierten.

In Hongkong ermässigte sich der Hang Seng-Index um 0,43 Prozent auf 17 438 Punkte. Auf dem Markt lasteten Titel, die jüngst starke Kursgewinne verbuchen konnten. Anleger machten vor allem bei Blue Chips wie China Mobile Kasse. Die Aktie des Börsenschwergewichts büsste 0,6 Prozent ein. Gegen den Markttrend stiegen dank des starken Yuan Festland-Immobilienwerte weiter. Agile Property kletterten 3,7 Prozent, während Guangzhou R&F 1,4 Prozent vorrückten.

Zu den grössten Verlierern zählten jedoch die Anteilsscheine der Modekette Giordano International, die 11,2 Prozent absackten. Die japanische Fast Retailing hatte sich am Vortag von einem Übernahmeangebot für Giordano Abstand genommen. Als Grund nannte sie, die rückläufigen Gewinne sowie das geringe Interesse bei Giordano.

In Australien kletterte der S&P/ASX 200-Index um 0,42 Prozent auf 5150 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Für Unterstützung im australischen Leitindex sorgte der Bergbausektor, zusätzlichen Auftrieb gaben Übernahmeaktivitäten im Versicherungssektor. Die Aktien von Oamps verzeichneten einen Kursprung von 17,4 Prozent, nachdem der Mischkonzern Wesfarmers dem Versicherer ein Übernahmeangebot von 700 Millionen austr. Dollar gemacht hatte. Die beiden weltgrössten Minenunternehmen BHP Billiton und Rio Tinto rückten dank steigender Kupferpreise jeweils rund 1,5 Prozent vor. Im Aufwärtstrend lagen wegen des sinkenden Ölpreises auch die Aktien von Transportwerten. Das Papier der grössten australischen Airline Qantas rückte 1,5 Prozent vor.

Der BSE-Index der indischen Aktien tendierte 0,14 Prozent schwächer. In Südkorea ging der Kospi 0,16 Prozent fester aus dem Handel. Der Straits Time Index der Börse SINGAPUR gab 0,03 Prozent nach und in Taiwan notierte der Taiex 0,24 Prozent tiefer.

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