Marktbericht Asien
US-Konjunkturdaten beflügeln Börsen in Asien

Überraschend positive Konjunkturzahlen aus den USA und Japan haben am Donnerstag die asiatischen Aktienmärkte beflügelt. Zu den größten Gewinnern gehörten Chiphersteller und -zulieferer sowie exportorientierte Unternehmen.

HB HONGKONG. In Tokio schnellte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gleich zu Handelsbeginn zwei Prozent empor und schloss am Ende 4,3 Prozent höher bei 13 626 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 3,7 Prozent auf 1 332 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur verbuchten deutliche Gewinne.

Kurz vor Marktöffnung veröffentlichte Zahlen zum japanischen Wirtschaftswachstum wiesen für das Schlussquartal 2007 eine doppelt so hohe Steigerung wie erwartet aus: Von Oktober bis Dezember betrug sie 0,9 Prozent zum Vorquartal, während am Markt nur mit 0,4 Prozent gerechnet worden war. Auf Jahresbasis betrug das Wachstum 3,7 Prozent.

Hinzu kamen Daten zum US-Einzelhandel, denen zufolge die Branche vor allem dank einer Erholung beim Auto- und Benzinabsatz im Januar 0,3 Prozent zulegte. Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte war am Mittwoch um 1,5 Prozent auf 12 552 Punkte geklettert und hatte dabei auch von Technologiewerten profitiert, denen eine robuste Quartalsbilanz von Applied Materials Auftrieb gab. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,4 Prozent auf 1 367 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,3 Prozent auf 2 373 Punkte.

Trotz der Erleichterung über die Daten zum Wirtschaftswachstum zeigten sich Marktteilnehmer skeptisch, ob dies die jüngsten Rezessionssorgen dauerhaft beseitigen werde. "Ich wünschte, ich könnte glauben, dass diese beiden Datensätze die Konjunktursorgen tatsächlich lindern könnten", sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. Japans Wirtschaft hänge von Exporten ab und sei deshalb für Schwankungen in den USA äußerst empfindlich. Zudem schienen viele der Aktienzukäufe nur kurzfristig zu sein.

Bei den Chip-Herstellern und ähnlichen Sparten legten TDK 5,7 Prozent und Advantest 11,6 Prozent zu. Die Aktie von Tokyo Electron erhielt durch einen Zeitungsbericht über einen Gewinnsprung zusätzlichen Auftrieb und gewann 6,2 Prozent. Auch die Papiere von Exporteuren wie Canon mit 5,1 Prozent und Honda mit 5,4 Prozent waren unter den Tagesgewinnern.

Der Euro kostete in Fernost mit 1,4566 Dollar fast genau so viel wie im späten US-Handel. Zur japanischen Währung notierte er mit 157,64 Yen nach 157,78 Yen in den USA. Der Dollar wurde für 108,22 Yen nach 108,30 Yen im späten US-Geschäft gehandelt, nachdem er am Mittwoch dank der starken Konjunkturdaten deutlich zugelegt hatte.

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