Marktbericht Asien
Verluste für japanische Chip-Aktien

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Während die meisten Gewinne verzeichneten, gab der Leitindex Nikkei in Tokio nach. Belastend wirkten weiter Sorgen über die US-Kreditwirtschaft, außerdem zeigten sich Anleger über Quartalszahlen enttäuscht.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Minus von 0,23 Prozent bei 17 248 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss nahezu unverändert bei 1  706 Zählern. Die Börsen in Taiwan, Hongkong, Singapur und Südkorea lagen im Plus.

Die US-Börsen hatten sich am Vortag zwar etwas von den Ausverkäufen von vergangener Woche erholt, allerdings hielten sich auch hier Sorgen über die Probleme am amerikanischen Hypothekenmarkt und bei der Finanzierung von Unternehmensübernahmen. „Die Unsicherheit bleibt“, bilanzierte Analyst Kim Hak Kyun von Korea Investment and Securities auch für die Märkte in Asien. In Tokio gaben die Aktien von Kyocera nach und verloren knapp 6,3 Prozent. Der Elektronik-Konzern hatte zwar gestiegene Quartalsergebnisse vorgelegt und seine Jahresprognosen bekräftigt. Die Bank UBS hatte die Zahlen aber zurückhaltend interpretiert.

Auch Aktien von Chipherstellern verzeichneten Verluste. Jüngste Daten hatten für Juni einen Rückgang der Auftragseingänge für die japanischen Chip-Ausrüster ausgewiesen. Advantest verloren 0,85 Prozent, Tokyo Electron knapp 1,3 Prozent.

An den Devisenmärkten hielt sich der Dollar zum Yen, nachdem letztere Währung zuletzt von den risikoreichen Carry-Trade-Positionen profitiert hatte. Bei Carry Trades werden Kredite in niedrig verzinsten Währungen aufgenommen und in renditeträchtigere Anlagen investiert. Der Euro notierte zur japanischen Währung mit 163,04 Yen nach 162,90 im späten New Yorker Handel. Ein Euro wurde mit 1,3706 Dollar bewertet nach zuvor 1,3692. Der Dollar notierte mit 118,89 Yen nach 119,04 Yen in den USA.

Weitgehend unbeachtet blieben kurz vor Börsenschluss veröffentlichte Arbeitslosenzahlen, nach denen die Quote in Japan im Juni saisonbereinigt auf 3,7 Prozent sank.

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