Marktbericht Asien
Versicherer in Tokio unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Die Tokioter Börse verbuchte nach dem verlängerten Feiertagswochenende Abschläge.

HB SINGAPUR. Vor allem Versicherer gerieten unter Druck, da Investoren hohe Kosten im Zusammenhang mit dem schweren Erdbeben vom Montag befürchteten. Exportwerte litten unter der schwachen US-Währung.

Ein Euro kostete im fernöstlichen Devisenhandel 1,3788 Dollar und damit etwas mehr als im späten New Yorker Montagshandel. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio beendete den Handel 0,12 Prozent niedriger bei 18 217 Punkten.

Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,29 Prozent auf 1 778 Zähler. Die Börsen in Taiwan, Hongkong, Singapur verbuchten hingegen Gewinne, Südkorea lag wiederum im Minus.

Zu den Verlierern in Japan zählten die Papiere der Versicherer. Die von Millea Holdings gaben 1,73 Prozent nach, Sompo-Japan-Insurance-Aktien verloren 2,25 Prozent, die Scheine der Aioi Insurance verbilligten sich um 2,31 Prozent. Anleger befürchteten wegen des Erdbebens im Nordwesten Japans, bei dem neun Menschen starben und zahlreiche Gebäude zerstört wurden, hohe Kosten für die Konzerne. Profitieren konnten hingegen Bauunternehmen, denen nach Auffassung einiger Spekulanten unerwartete Aufträge durch die Verwüstungen ins Haus fliegen könnten. Die Papiere des Häusle-Bauers Nissei Build Kogyo verzeichneten einen Kurssprung von knapp 16,5 Prozent, die des Straßenbauunternehmens Seikitokyu Kogyo legten 1,63 Prozent zu. Der hohe Ölpreis kam Handelsunternehmen wie Marubeni zu Gute, dessen Aktien um 3,25 Prozent zulegten.

Der zuletzt wieder erstarkte Yen belastete hingegen Händlern zufolge Exportwerte wie Toyota Motor, die 1,56 Prozent nachgaben. Nach wie vor steht der Dollar auch in Fernost wegen der Hypothekenkrise in den USA unter Verkaufsdruck.

Die US-Aktienmärkte schlossen nach ihren jüngsten Höhenflügen am Montag uneinheitlich. Einerseits verbuchte der US-Leitindex Dow Jones mit 13.950 Punkten erneut ein Rekordhoch: Vor allem Übernahmespekulationen rund um den Telekom-Riesen Verizon sowie die Aussichten auf starke Quartalszahlen einiger Standardwerte sorgten hier für Kauflaune.

Andererseits sorgten sich einige Anleger, dass die Krise am US-Immobilienmarkt noch nicht überwunden sein könnte, was den S&P 500 und die Nasdaq ins Minus drückte.

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