Marktbericht
Berg- und Talfahrt an den asiatischen Börsen

Die Aktienbörsen in Fernost haben am Freitag nach einem turbulenten Handelsverlauf freundlich geschlossen.

HB SINGAPUR. Der Tokioter Nikkei-Index ging mit einem Plus von knapp einem Prozent aus dem Handel, auch die Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapur tendierten im Plus. Der Dollar hielt sich zum Euro nahe dem höchsten Stand seit einem Monat bei rund 1,26 Dollar. US-Leichtöl und Gold verbilligten sich etwas.

Nach einer Berg- und Talfahrt schoben kurz vor Handelsschluss überraschend gute Maschinenbestellungen den 225 Werte umfassende Nikkei-Index ins Plus, so dass er bei 14 750 Stellen schloss. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um gut ein Prozent auf 1 498 Punkte. Die Aufträge für Maschinen - ein wichtiges Barometer für Investitionen - legten in Japan im April zum Vormonat um knapp elf Prozent zu, während Experten lediglich ein Plus von drei Prozent erwartet hatten.

Auch die US-Aktienmärkte hatten sich am Donnerstag von einem zwischenzeitlichen Kursverfall weitgehend erholt und uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index beendete den Handel nahezu unverändert bei 10 939 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 Index notierte um 0,1 Prozent fester bei 1 258 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,3 Prozent auf 2 145 Punkte nach.

Zu den Gewinnern gehörten in Asien Aktien von Stahlkonzernen und aus dem Maschinenbau. So legten die Papiere von Nippon Steel gut zwei Prozent zu. Der weltweit drittgrößte Stahlkonzern hatte am Donnerstag erklärt, es habe vor, seine Export-Preise im nächsten Quartal um mehr als zehn Prozent anheben, was bei Investoren die Erwartungen unerwartet hoher Gewinne geschürt hatte. Die Aktien von Komatsu, dem weltweit zweitgrößten Baumaschinenhersteller nach dem US-Konzern Caterpillar, verteuerten sich um mehr als sechs Prozent.

Die Dollar-Stärke begründeten Händler am Freitag weiter mit der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen nur um 0,25 Punkte auf 2,75 Prozent anzuheben und auch keine Signale für eine kräftigere Straffung der Geldpolitik zu geben. Ein Euro wurde mit 1,2640 Dollar bewertet nach 1,2650 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 113,98 Yen gehandelt nach 114,15 Yen in den USA.

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