Marktbericht: Börse Frankfurt
Am Ende geht die Luft aus: Dax schließt im Minus

Der deutsche Aktienmarkt ist mit einem leichten Minus in die Weihnachtspause gegangen. Zum Handelsschluss waren vorherige Kursgewinne weggeschmolzen, nachdem die Wall Street ebenfalls ihre Gewinne abgegeben hatte. Die kräftigsten Kursgewinne im Dax verzeichneten erneut die Titel des Münchener Chipherstellers Infineon.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt ist mit einem leichten Minus in die Weihnachtspause gegangen. Nach einem sehr ruhigen Handel schloss der Dax 0,2 Prozent tiefer bei 4629 Zählern. Zum Handelsschluss waren Kursgewinne von bis zu 1,7 Prozent weggeschmolzen, als die Wall Street ebenfalls ihre Gewinne abgab.

Größte Dax-Gewinner am Dienstag waren mit Postbank und Infineon die größten Verlierer dieses Jahres. Infineon stiegen um 15 Prozent, Postbank um zehn Prozent. Die Aktien von Salzgitter legten an ihrem zweiten Tag im Dax acht Prozent zu. Schwächster Wert im Leitindex waren die Volkswagen-Aktien mit einem Minus von 3,4 Prozent. Mit einem Kurssprung von 30 Prozent bei den Freenet-Aktien feierte die Börse das Ende der Ära von Eckhard Spoerr an der Konzernspitze. Der zuletzt bei den Großaktionären in Ungnade gefallene Freenet-Chef gibt im Januar seinen Posten auf.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 106 (Montag: 138) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,1 (3,2) Milliarden Euro.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa leicht im Minus. Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 8505 Stellen, der Nasdaq-Composite notierte unverändert bei 1532 Punkten.

Das Fass US-Öl WTI verbilligte sich bis zum frühen Abend um vier Prozent auf 38,23 Dollar.

Die kräftigsten Kursgewinne im Dax verzeichneten erneut die Titel des Münchener Chipherstellers Infineon mit 15,00 Prozent auf 0,805 Euro. Sie waren bereits am Vortag nach der Nachricht über die Rettung der Speicherchip-Tochter Qimonda durch eine gemeinsame Aktion des Landes Sachsen, von Portugals Regierung und dem Mutterkonzern selbst um sechs Prozent gestiegen.

Ansonsten standen vor allem Unternehmen aus dem MDAX und dem TecDax im Fokus. So büßten die Aktien von Premiere 11,27 Prozent auf 3,78 Euro ein, nachdem sich der schwer angeschlagene Bezahlfernsehsender mit seinen Banken und dem Großaktionär News Corp. auf eine Finanzierung geeinigt hatte. Über eine Kapitalerhöhung sollen insgesamt 450 Millionen Euro eingesammelt werden.

Die Anteilsscheine von Fresenius stiegen um 1,04 Prozent auf 39,68 Euro. Der Magenkrebs-Antikörper Removab hat nach Angaben des Konzerns die Erwartungen in Sachen Sicherheit und Verträglichkeit in einer Studie erfüllt.

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