Marktbericht: Börse Frankfurt
Anleger mit „Höhenangst“ – Dax tief im Minus

Zunächst sah alles nach einem weiteren guten Börsentag aus. Doch dann ging es steil bergab. Innerhalb weniger Minuten sackte der Leitindex ab. Zum Schluss stand ein dickes Minus auf der Anzeigtafel der Frankfurter Börse. Marktteilnehmer sprachen von "Höhenangst" nach der jüngsten Kursrally.

HB FRANKFURT. Am deutschen Aktienmarkt ist am Mittwoch Ernüchterung eingekehrt. Der Dax beendete den Handel 2,6 Prozent tiefer bei 4 727 Punkten. Der MDax sank um 3,9 Prozent auf 5 391 Zähler. Der TecDax verlor 4,3 Prozent auf 584 Punkte.

Ein Händler sprach von "Höhenangst" nach den jüngsten Kursanstiegen und vor dem großen Verfallstag an den Terminbörsen am Freitag. Seit seinem Tief Anfang März bei 3 666 Punkten hat der Dax in den vergangenen Wochen bis zu 1 400 Punkte zugelegt und war nur knapp an der 5 000-Punkte-Marke vorbeigeschrammt.

Ins Bild passt auch eine skeptische Studie der Deutschen Bank. Die Strategen der Deutschen Bank gehen davon aus, dass die Kursrally der vergangenen Wochen allmählich auslaufen wird. "Wir gehen davon aus, dass der Dax im Jahresverlauf 2009 zurück auf ein Level um 4 000 Punkte fallen wird". Die Rally der vergangenen Wochen sei von der Hoffnung auf eine nachhaltige konjunkturelle Erholung getrieben gewesen. Dem stünden aber schwache Realdaten gegenüber, und eine Stabilisierung der Konjunktur sei an den Märkten schon mehr als angemessen vorweggenommen.

Wegen Sorgen über die Entwicklung der Geschäftslage in Osteuropa und aufgrund von Gewinnmitnahmen gerieten vor allem Bankaktien unter Druck. So sackten die Titel der Commerzbank am DAX-Ende um 11,6 Prozent auf 5,16 Euro ab. Für die Aktien der Deutschen Bank ging es um 5,52 Prozent abwärts auf 38,36 Euro.

Die Aktien der Allianz büßten nach endgültigen Quartalszahlen 7,76 Prozent auf 69,74 Euro ein. Europas größter Versicherer hatte im abgelaufenen ersten Quartal vor allem wegen Belastungen aus dem Verkauf der Dresdner Bank und den Folgen der Finanzkrise deutlich weniger verdient. Die Zahlen seien wegen eines nicht operativen Verlusts in Höhe von einer Milliarde Euro schwach ausgefallen, urteilte Analyst Philipp Häßler von equinet.

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