Marktbericht: Börse Frankfurt
Autoaktien helfen Dax ins Plus

Der deutsche Aktienmarkt ist mit einem Plus in die Woche gestartet. Kursgewinne bei Autoaktien sorgten für gute Stimmung. Besonders gefragt waren die Papiere von BMW und Daimler. Vom schwachen Euro konnte der Sportartikel-Hersteller Adidas profitieren.

HB FRANKFURT. Starke Autowerte haben den deutschen Aktienmarkt am Montag ins Plus gehoben. Der Dax beendete den Handel bei niedrigen Umsätzen 0,7 Prozent höher bei 6609 Zählern. Der gesunkene Ölpreis und der Kursrückgang des Euro ließen Anleger auch europaweit zu Aktien greifen. Der Europa-Index Stoxx50 notierte 1,1 Prozent im Plus bei 2961 Zählern.

Trotz der Aufwärtsbewegung warnten Börsianer vor übertriebenem Optimismus. „Wo sollen weitere Kursgewinne denn herkommen“, fragte ein Händler. „Sowohl in den USA als auch Europa sind die Konjunkturaussichten mau. Der Rückgang beim Ölpreis und die Erholung des Dollar können bestenfalls für ein Zwischenhoch sorgen.“ Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI fiel erstmals seit April wieder unter die Marke von 115 Dollar, der Euro kostete im Handelsverlauf weniger als 1,50 Dollar.

Von den Rückgangen bei Öl und Euro profitierten am Montag besonders die Autowerte. „Die europäischen Autobauer lieben einen starken Dollar“, erklärte Analyst Adam Jonas von Morgan Stanley. Binnen drei Jahren habe die Euro-Stärke die Branche 4,8 Mrd. Euro Vorsteuergewinn gekostet. Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Aktien deutscher Autohersteller von Spekulationen um einen Einstieg des Staatsfonds von Abu Dhabi bei Daimler. „Wenn Daimler interessant ist, dann vielleicht auch BMW“, sagte ein Händler. BMW-Aktien setzen sich mit einem Plus von 4,5 Prozent an die Dax-Spitze, Daimler gewannen 2,4 Prozent. Dies zog auch die Papiere der französischen Konkurrenten Renault und Peugeot mit. Die Papiere verteuerten sich um 3,6 beziehungsweise 2,9 Prozent.

Der Ölpreis unterstützte auch die Aktien von Fluggesellschaften. Lufthansa legten trotz eines streikbedingten Passagierminus im Juli 1,3 Prozent zu. British Airways gewannen 2,5 Prozent. Dagegen verbuchten die Energiewerte Eon und RWE angesichts der Ölpreisentwicklung mit Abschlägen von je 1,3 Prozent die höchsten Verluste im Dax.

Zu den größten Gewinnern im deutschen Leitindex zählten die Aktien der Postbank mit einem Plus von 3,8 Prozent, ohne dass Börsianer eine schlüssige Erklärung fanden. Gefragt waren auch Adidas, die gut vier Prozent an Wert gewannen. „Adidas kauft viel auf Dollarbasis ein, und das wird jetzt billiger“, sagte ein Händler.

Gekauft wurden auch die Aktien der Schweizer Großbank UBS, die am Tag vor Veröffentlichung des Zwischenergebnisses 5,4 Prozent zulegten. Händler setzten auf positive Nachrichten. „Ob nun beim Ergebnis oder was neue Mitglieder des Verwaltungsrats betrifft“, sagte ein Börsianer. In Paris schossen die Aktien der französischen Bank Natixis um fast 20 Prozent in die Höhe, was Börsianer mit Käufen kurzfristig orientierter Investoren begründeten. Fondsmanager Francois Garnier von HMG ergänzte, Natixis-Aktien seien derzeit günstig zu haben.

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