Marktbericht: Börse Frankfurt
China und VW belasten den Dax

Kursverluste in China haben den deutschen Aktienmarkt belastet. Hinzu kam ein weiterer schwerer Kurseinbruch bei den VW-Aktien, die nun schon den fünften Tag in Folge fallen und mittlerweile auf einem Zwei-Jahres-Tief angekommen sind. Auf die Stimmung drückten zudem Äußerungen von US-Starinvestor Warren Buffett.

HB FRANKFURT. Ein Kursrutsch an der chinesischen Börse hat am Mittwoch die Anleger an den europäischen und nordamerikanischen Märkten verunsichert. Der Dax erholte sich im späten Handel jedoch zum Teil von seinen Verlusten und schloss 0,4 Prozent tiefer bei 5231 Stellen. Der Europa-Index Stoxx50 gab 0,3 Prozent ab, und auch die Wall Street verbuchte im frühen Geschäft leichte Verluste. Auf die Stimmung an den US-Börsen drückten zudem Äußerungen von US-Starinvestor Warren Buffett, der die rasant steigenden Staatsschulden als Folge der Konjunkturpakete als "unhaltbar" bezeichnete.

Börsianer sprachen allerdings von einem geordneten Rückzug - solange die Marke von rund 5150 Punkten im Dax halte. "Die Volatilität ist hoch, es gibt weiter hohe Chancen und hohe Risiken, aber das Geschäft ist sehr ruhig - sowohl an guten wie an schlechten Tagen", fassten die Strategen von Close Brothers Seydler zusammen. Belastet wurde der Dax vom fortgesetzten Kursrückgang der Volkswagen-Aktien.

Der Shanghai Composite Index büßte 4,3 Prozent ein und notiert nun rund 20 Prozent unter dem erst vor zwei Wochen erreichten Jahreshoch. "Die Hausse an den Aktienmärkten war von China ausgelöst worden, jetzt gibt es Befürchtungen, dass wieder alles nach unten geht", sagte ein Händler. Der Dax hat seit seinem Tief vom März rund 45 Prozent gewonnen.

Als zusätzlicher Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt wirkte Händlern zufolge der stärkste Rückgang der Produzentenpreise in Deutschland seit 1949, was als Ausdruck schwacher Nachfrage und damit schlechter Geschäfte gewertet wurde. "Obwohl bis vor kurzem der Druck auf deutsche Firmen zu Preissenkungen hoch war, denken wir nicht, dass dies der Beginn einer Deflationsspirale ist", erklärte Andreas Ress, Deutschland-Chefvolkswirt bei UniCredit.

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