Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax bleibt im Minus

Der Dax konnte die Verluste des Nachmittags bis zum Börsenschluss nicht aufholen. Heute verliert der Leitindex gut 0,7 Prozent. Negative US-Daten sorgten für die Verluste, der Chicago-Einkaufsmanagerindex enttäuscht die Anleger. Adidas und Puma rücken in den Fokus der Anleger.

HB FRANKFURT. Der Dax musste heute Federn lassen. Schlechte Konjunkturdaten aus den USA haben den Leitindex unter Druck gesetzt. Der Dax sank um 0,67 Prozent auf 5 675 Punkte und entfernte sich damit wieder von seinem Mitte September erzielten Jahreshoch von 5 760 Zählern. Der Aktienumsatz aller Dax-Werte betrug 151,8 (Dienstag: 111,3) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen stieg etwas auf 3,72 (3,02) Milliarden Euro. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es hingegen um 0,36 Prozent auf 7 358 Punkte hoch, der TecDax gewann 0,68 Prozent auf 757 Punkte.

In der Region Chicago hatte sich die Wirtschaftsstimmung im September unerwartet eingetrübt und war wieder unter die Expansionsschwelle gerutscht. Der Index fiel mit 46,1 Punkten deutlich schlechter aus als erwartet. Zudem enttäuschten die Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP und dämpften damit die Erwartungen an den mit Spannung erwarteten, offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.

Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse sprach von enttäuschten Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Wachstumszone. Insofern hätten die Anleger einen Teil ihrer zuletzt erzielten Gewinne mitgenommen.

Im Dax waren die Papiere von Bayer mit einem Minus von 3,05 Prozent auf 47,35 Euro Schlusslicht. Händler verwiesen hier vor allem auf eine Abstufung durch die UBS von "Buy" auf "Neutral". Alle zuvor prognostizierten Kurstreiber seien nun Realität und würden vom Kurs reflektiert, schrieb Analyst Thomas Gilbert in einer Studie. Zudem legte der Pharma- und Chemiekonzern für sein Krebsmedikament und neuen Hoffnungsträger Nexavar Studienergebnisse vor, die unter Experten auf ein unterschiedliches Echo stießen.

Auch ansonsten waren auf Unternehmensseite sowohl Analystenkommentare als aber auch Geschäftsberichte der Konkurrenz die treibenden Kräfte: So profitierten Titel deutscher Sportartikelhersteller von den jüngsten Nike-Quartalszahlen . Adidas-Aktien stiegen um 0,72 Prozent auf 36,17 Euro und Puma-Anteilsscheine verteuerten sich im MDax um 2,19 Prozent auf 226,93 Euro. Der weltgrößte Sportartikelhersteller hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss mitgeteilt, im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 bei rückläufigem Umsatz etwas mehr verdient zu haben als ein Jahr zuvor.

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