Marktbericht Börse Frankfurt
Dax: Commerzbank-Aktie kommt unter die Räder

Der geplante Zusammenschluss von Commerzbank und Dresdner Bank hat die schlechte Stimmung am deutschen Aktienmarkt nicht aufhellen können. Doch immerhin hat der Dax die wichtige 6 400er-Marke zurückerobert.

HB FRANKFURT. Der Dax ging am Montag bei geringen Umsätzen mit 6 421,80 Zählern praktisch unverändert aus dem Handel. Gestützt wurde er von einem deutlichen Rückgang des Ölpreises. Die Commerzbank wurde von den Investoren abgestraft, ihr Kurs brach um zehn Prozent auf 18,04 Euro ein.

Anleger beurteilen die Aussichten der größten Bankenübernahme in Deutschland seit Jahren skeptisch und halten den Kaufpreis für die Dresdner Bank von zehn Mrd. Euro für zu hoch. "Bislang haben nur wenige Bankenfusionen geklappt. Es gibt noch viele Ungereimtheiten, und es ist deshalb offen, ob es von Erfolg gekrönt sein wird einen zweiten nationalen Champion hinter der Deutschen Bank zu schmieden", sagte ein Börsianer. "Hohe Restrukturierungskosten und die Ausgabe neuer Aktien im Tausch für eine Verluste schreibende Einheit werden die Gewinne der Commerzbank belasten", urteilte Marktanalyst Heino Ruland von Frankfurt Finanz.

Der bisherige Dresdner-Mutterkonzern Allianz ist nach Einschätzung von Börsianern bei dem Deal der Gewinner. "Sie sind ihr Sorgenkind los und haben einen ordentlichen Preis bekommen", sagte ein Händler. Allianz-Aktien gingen unverändert aus dem Handel.

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI fiel erstmals seit Anfang Mai wieder unter 111 Dollar. Marktteilnehmer führten den Preisrutsch von rund vier Prozent darauf zurück, dass sich Hurrikan "Gustav" im Golf von Mexiko abschwächte. "Das wieder etwas billigere Öl tut den Autowerten gut. Die hatten zuletzt aber auch stark verloren, und jetzt setzt eine kleine Gegenbewegung ein", sagte ein Händler.

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