Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax erobert 6 400er-Marke zurück

Positive Geschäftszahlen der Bank of America haben die Anleger an den internationalen Aktienbörsen zu erneuten Käufen animiert. Ein Kursrutsch bei US-Pharmawerten bremste allerdings den Anstieg der europäischen Aktienmärkte.

HB FRANKFURT. Erfreuliche Quartalszahlen der Bank of America (BoA) haben am Montag für Gewinne am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Allerdings bröckelten die Kurse bis im Handelsverlauf wieder etwas ab. Der Leitindex Dax schloss mit plus 0,66 Prozent auf 6 424,84 Zähler. Zeitweise war er bis auf rund 6 484 Punkte gestiegen, damit aber weiterhin unter der nächsten wichtigen psychologischen Marke von 6 500 Zählern geblieben, die laut Händlern weitere Anstiege auslösen könnte. Der MDax rückte um 1,23 Prozent auf 8 544,59 Zähler vor. Der TecDax gewann 1,97 Prozent auf 737,88 Punkte.

Aktienhändler Ascan Iredi von der Postbank blieb mit Blick auf die Gewinne im Dax allerdings skeptisch, ob die aktuelle Erholung ein "wirklicher Dreh zu wieder steigenden Kursen ist". Weitere Händler äußerten sich ebenfalls vorsichtig und verwiesen darauf, dass die Finanzmarktkrise und die Inflationssorgen längst nicht ausgestanden seien.

Vor allem die Bankenwerte profitierten von den Zahlen des zweitgrößten amerikanischen Finanzinstituts, das im zweiten Quartal besser als erwartet abgeschnitten hatte. Der Gewinn der BoA ging zwar wegen weiterer enormer Abschreibungen auf 3,41 Mrd. Dollar zurück, lag aber dennoch deutlich über den Schätzungen der Analysten. Die Titel der Deutschen Bank stiegen daraufhin um 1,57 Prozent auf 57,50 Euro, die der Commerzbank legten um 1,56 Prozent auf 21,30 Euro zu.

Die Papiere der Postbank zählten dagegen mit minus 2,85 Prozent auf 47,38 Euro zu den größten Verlierern im Dax. Post-Finanzvorstand John Allen hatte in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" gesagt, der Mutterkonzern lasse sich beim Verkauf der Banktochter nicht zur Eile drängen. Die Aktien des Logistikunternehmens Post gewannen unterdurchschnittliche 0,32 Prozent auf 15,77 Euro.

Eon stiegen um 1,25 Prozent auf 117,78 Euro. Der Energiekonzern übernimmt zusammen mit dem dänischen Staatskonzern Dong Energy die Shell-Anteile am weltweit größten Offshore-Windpark. Ein Analyst bewertete dies positiv. "Die Versorger müssen sich im Bereich erneuerbare Energien etablieren. Sowohl das Projekt als auch die Anteilsgröße, die Eon erworben hat, klingen gut."

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