Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax fährt Achterbahn – und schließt im Plus

Ein Preisrutsch beim Öl hat am Ende der Börsenwoche die Inflationssorgen der Anleger gemildert. Zudem half den Aktienkursen exportorientierter Unternehmen ein Rückgang des Euro unter 1,51 Dollar. Der Dax konnte sogar den Schreck durch den drastischen Verlust des US-Hypothekenfinanzierers Fannie Mae wegstecken und schloss im Plus.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss nach starken Schwankungen am Freitag 0,3 Prozent höher als am Vortag bei 6 561 Punkten. "Der Dax hängt ja nun schon seit geraumer Zeit an den Strippen des Ölpreises", bemerkte ein Händler. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl sank um 3,4 Prozent auf 115,90 Dollar. Auf Wochensicht gewann der Dax 2,6 Prozent.

Ein Milliardenverlust beim angeschlagenen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae drückte am Freitag allerdings auf die Stimmung. Die Häuserpreise am krisengeschüttelten Immobilienmarkt werden nach Ansicht des US-Konzerns bis Jahresende weiter fallen.

Auch ein drohender Krieg zwischen Russland und Georgien um Süd-Ossetien sorgte für Nervosität. "Wenn sich der Konflikt weiter zuspitzt, besteht eine latente Gefahr, dass das politische Gefüge dort instabiler wird", sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba. Das könnte im Hinblick auf die Pipelines in dem Kaukasus-Gebiet zum Problem werden.

Wegen des sinkenden Euro waren exportorientierte Aktien wie Autowerte begehrt. "Das verbessert die Absatzchancen in den USA für die europäischen Autohersteller", sagte ein Börsianer. Die Aktien von BMW stiegen um 6,5 Prozent und Daimler um 3,8 Prozent. Der europäische Branchenindex gewann 3,4 Prozent.

Zu den Verlierern gehörten hingegen die Aktien des Versorgers Eon, die in den vergangenen Tagen zu den Favoriten gezählt hatten. Die Aktien gaben um 2,4 Prozent nach, RWE-Aktien schlossen unverändert.

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