Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax: Händler machen Kasse

Die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich weiter auf. Einige hoffen schon auf ein Ende der Rezession. Am Nachmittag bröckeln die Dax-Gewinne allerdings etwas ab. Im TecDax besetzen Solarwerte die ersten vier Plätze der Gewinnerliste. Abwärts geht es für die Aktie des Pharmakonzerns Merck. In den USA brachte die Berichtssaison eine herbe Enttäuschung.

HB FRANKFURT. Der Dax kann die erstaunliche Gewinnserie der letzten Tage nicht forsetzen. Nach neun Plustagen in Folge belasten Gewinnmitnahmen den Leitindex am Freitag. Der deutsche Leitindex ging mit einem Minus von 0,34 Prozent bei 5 229 Punkten ins Wochenende. Im Verlauf hatte der Leitindex die neue Jahreshöchstmarke auf 5 301 Zähler gelegt - das war gleichzeitig der höchste Stand seit dem 4. November 2008. Im Wochenvergleich legte der wichtigste deutsche Aktienindex um fünf Prozent zu. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,31 Prozent auf 6 097 Zähler, der Technologieindex TecDax gab 0,62 Prozent auf 665 Punkte ab.

Mit 96,6 Millionen gehandelten Papieren lag der Aktienumsatz aller Dax-Titel am Freitag unter dem Durchschnitt der vergangenen 90 Handelstage (120,2 Millionen Aktien). Der Wert aller gehandelten Papiere belief sich auf 3,01 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Am Donnerstag hatten Aktien im Volumen von 2,92 (90-Tages-Schnitt: ebenfalls 3,01) Milliarden Euro den Besitzer gewechselt.

Nach der Rally mit neun Plustagen im Dax in Folge und neuen Jahreshochs in den wichtigsten Indizes hätten vor dem Wochenende moderate Gewinnmitnahmen eingesetzt, sagten Börsianer. Dennoch wird das Rückschlagpotenzial von der Mehrheit der Börsianer derzeit als begrenzt angesehen. „Die Aktienbörsen spielen fundamental weiter die konjunkturelle Erholung“, sagte Robert Halver von der Baader Bank.

Entsprechend habe auch der Ifo-Index, der mit dem vierten Anstieg in Folge die Hoffnung auf eine Konjunkturwende nährte, den Markt zunächst weiter nach oben geschoben. Daneben sprächen „technische“ Daten für Aktien. Zum einen gebe es mit dem Blick beispielsweise auf den Rentenmarkt keine attraktiven Alternativen, zum anderen sei die Charttechnik gut.

"Der Ifo-Index war wirklich gut und hat die positive Stimmung am Markt nochmal untermauert", sagte ein Händler. Das Konjunkturbarometer war im Juli überraschend stark und den vierten Monat in Folge gestiegen. Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für das kommende halbe Jahr besser. Nach Worten des Ifo-Konjunkturexperten Klaus Abberger wird die Rezession in Deutschland im dritten Quartal vorbei sein. Das bedeute aber nicht, dass es automatisch einen Aufschwung geben werde.

Die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA brachen am Dax-Ende um 14,72 Prozent auf 62,62 Euro ein. Börsianer begründeten den Kursrutsch vor allem mit dem Rückschlag für das Krebsmittel Erbitux. Die Zahlen rückten im Vergleich dazu in den Hintergrund, sagten Händler, wobei auch hier Merck auf der Gewinnseite die Erwartungen verfehlt habe.

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