Marktbericht Börse Frankfurt
Dax klettert über 5700-Punkte-Marke

Der Dax präsentierte sich an Christi Himmelfahrt sehr fest und hat im ruhigen Feiertagshandel über 100 Punkte zugelegt. Marktteilnehmer verwiesen in erster Linie auf schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten, die die Angst vor weiteren Zinserhöhungen in der weltgrößten Volkswirtschaft dämpften.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax kletterte um 2,13 Prozent auf 5706,06 Punkte und der TecDax um 0,99 Prozent auf 648,62 Zähler. Der MDax mittelgroßer Werte gewann 2,02 Prozent auf 8002,31 Punkte und stieg damit über die Marke von 8000 Punkten.

Börsianer beklagten die dünnen Umsätze, da viele europäische Anleger wegen des Feiertags fehlten. „Die Nervosität am Markt ist extrem hoch, die Leute sind sehr verunsichert“, fasste ein Händler das Marktgeschehen zusammen. Nachrichten, die einzelne Kursbewegungen erklärten, gebe es aber kaum.

Der Leitindex gewann am Nachmittag an Fahrt, nachdem das Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal schwächer ausgefallen war als Analysten erwartet hatten. Die Daten dämpften die Angst vor weiteren US-Zinserhöhungen etwas, erklärte ein Händler die Reaktion am Aktienmarkt.

Tauziehen um Euronext geht weiter

Der Übernahmepoker zwischen der Deutschen Börse und der New Yorker NYSE um die Mehrländerbörse Euronext ging auch am Donnerstag weiter. Der US-Hedge-Fonds Atticus, der Anteile an allen drei Beteiligten hält, steht nach eigenen Angaben bei der Suche nach der besten Offerte auf der Seite des Euronext-Managements. Noch zu Jahresbeginn hatte ein Atticus-Manager sich offen für eine Fusion mit den Frankfurtern ausgesprochen. Die NYSE hat vor einigen Tagen ein Angebot für die Euronext, an der auch die Deutsche Börse interessiert ist, vorgelegt. Die Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers waren mit einem Minus von 2,4 Prozent auf 97,75 Euro das Schlusslicht im Dax. Allerdings wurden die Titel mit einem Dividendenabschlag gehandelt.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Papiere von Thyssen-Krupp und Lufthansa, die mehr als vier Prozent zulegten. Beide Papiere hatten am Tag zuvor deutlich an Wert verloren. Gefragt waren auch die Papiere der Versorger Eon und RWE, die sich jeweils um knapp vier Prozent verteuerten.

BASF-Aktien gewannen 2,45 Prozent auf 64,50 Euro. Die Zustimmung zum Übernahmeplan für das US-Spezialchemie-Unternehmen Engelhard dürfte wachsen, nachdem die Aktionärsvertretung Institutional Shareholder Services (ISS) den Engelhard-Anteilseignern empfahl, für die fünf von BASF benannten Kandidaten für den Engelhard-Vorstand zu stimmen.

Im MDax erholten sich die Titel von Stada leicht von ihrem Kurseinbruch vom Vortag. Sie stiegen um 3,7 Prozent auf 31,64 Euro. Angesichts eines drohenden Preiskampfes in der Branche für Nachahmer-Medikamente hatten die Stada-Papiere mehr als zwölf Prozent verloren.

Der deutsche Rentenmarkt notierte zur Kasse etwas fester. Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere fiel auf 3,79 (Vortag: 3,80) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 118,01 Punkte. Der Bund Future gewann 0,03 Prozent auf 116,75 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2755 (Mittwoch: 1,2851) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7840 (0,7781) Euro.

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