Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax knickt ein – Sorge um Osteuropa belastet

Die schlechte Stimmung am deutschen Aktienmarkt hält an – der Dax beendet den Handel tief im Minus. Sorgen bereitete den Investoren ein Kommentar der Ratingagentur Moody's, nach der in Osteuropa massive Probleme drohen. Auch Deutschland könnte mittelbar betroffen sein.

HB FRANKFURT. Die Sorge vor einem Absturz der osteuropäischen Volkswirtschaften in eine tiefe Rezession hat die europäischen Aktienmärkte am Dienstag deutlich ins Minus gedrückt. Der Dax fiel um 3,4 Prozent auf 4 216 Punkten. Keiner der 30 Dax-Werte beendete den Handel im Plus. Auf Xetra wurden 144 Mio. Dax-Aktien gehandelt (Montag: 88). Der Umsatz stieg auf 3,1 (1,8) Mrd. Euro.

"Osteuropa scheint die nächste Sorge des Marktes zu sein", sagte ein Börsianer. Die Ratingagentur Moody's hatte erklärt, der wirtschaftliche Abschwung in Osteuropa sei vermutlich schwerer als anderswo. Laut der Konkurrenz von Standard & Poor's (S&P) könnte eine Überprüfung der Bonitätseinstufung osteuropäischer Banken anstehen.

Auf der Rentabilität osteuropäischer Banken lasten Moody's zufolge steigende Kreditkosten und der jüngste Rutsch der regionalen Währungen. Dadurch könne die Kapitalbasis der Institute erodieren, was auf die westeuropäischen Mutterkonzerne durchschlagen könnte. "Die Nachrichten zu Osteuropa sind bedeutsam, insbesondere für Länder wie Österreich und Deutschland und für bestimmte Banken. Der Fokus liegt heute auf den Banken, aber dies gilt auch für den verarbeitenden Sektor", sagte Aktienstratege Gerhard Schwarz von Unicredit. "Jede weitere Verschärfung der Probleme in Osteuropa würde weitere Kapazitätskürzungen nötig machen."

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