Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet ein kleines Plus ins Ziel

Eine Berg- und Talfahrt erlebten Anleger am deutschen Aktienmarkt. Lange Zeit lag der Dax im Minus, dann sorgte die US-Notenbank mit einem weiteren Eingriff in den Markt für bessere Stimmung. Doch die Zuversicht hielt nicht lange – mit der Wall Street rutschte auch der Dax ab und rettete nur ein kleines Plus ins Ziel. Deutlich abwärts ging es dagegen für die VW-Aktie.

HB FRANKFURT. Nach den außergewöhnlich hohen Kursgewinnen am Vortag haben Gewinnmitnahmen den Deutschen Aktienindex gebremst. Der deutsche Leitindex rutschte am Dienstag im späten Handel von seinen Tageshochs ab und schloss lediglich 0,13 Prozent höher bei 4 560 Zählern. Bereits am Vormittag hatten die Kurse in Deutschland nachgegeben, im Verlauf hatten Hoffnungen auf positive Impulse eines neuen Stützungsprogrammes der US-Notenbank Fed den Dax jedoch ein Zwischenplus von drei Prozent auf 4 693 Zähler beschert. Mit den nachlassenden US-Börsen ging es aber auch für den Dax wieder abwärts.

Als Begründung für das zwischenzeitliche starke Aufbäumen verwiesen Händler auf das erneute Eingreifen der US-Notenbank im Zuge der Finanzkrise. "Die Notenbanken zeigen weiterhin Entschlossenheit, die Krise zu bekämpfen und die Meldung, dass die Federal Reserve in den USA für Entlastung bei den Konsumentenkrediten sorgt, hat den Markt am Nachmittag ins Plus gehoben", sagte Heino Ruland von FrankfurtFinanz Partner.

Trotz der Rezession hellte sich zudem die Kauflaune der deutschen Konsumenten dank des Rückgangs bei Kraftstoff- und Energiepreisen etwas auf. Der GfK-Konsumklimaindex stieg auf 2,2 von 1,9 Punkten. Dagegen zeigten sich die Verbraucher für die Konjunkturentwicklung pessimistisch. "Für die kommenden Monate bin ich nicht mehr so optimistisch, hier erwarte ich einen Rückschlag. Die Belastungen kommen über Rezessionsängste und die Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt", kommentierte Volkswirtin Katrin Löhken von Sal. Oppenheim den GfK-Index.

Dauerhafte Unterstützung für den Markt lieferten aber weder das Notenbankprogramm noch die neuen Konjunkturdaten. Wieder zurückgeworfen wurde der Dax durch Gewinnmitnahmen bei einigen Werten, vor allem aber durch hohe Kursverluste bei den Papieren von Volkswagen, die mit einem Minus von rund 22,6 Prozent auf 255 Euro die Verliererliste im Dax anführten. Einmal mehr suchten Händler dabei vergeblich nach einer Begründung für die hohen Verluste. Seit den Kurskapriolen vom Oktober, die den VW-Aktienkurs auf bis zu 1 005 Euro getrieben hatten, haben die Titel des Wolfsburger Autobauers rund 70 Prozent oder insgesamt 212 Mrd. Euro an Wert verloren. Damit büßte VW binnen weniger Wochen mehr an Börsenwert ein, als Deutsche Telekom, Eon, RWE, SAP und Siemens zusammen wert sind.

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