Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet knappes Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch mit einem leichten Plus ins Handelsende gerettet. Überraschend gut schlugen sich die Banken: die Aktien von Postbank und Deutscher Bank schafften es von einem dicken Minus ins Plus.

HB FRANKFURT. Der Dax notierte zum Schluss mit 4 262 Punkten 0,5 Prozent im Plus. Zunächst hatte der Leitindex am Vormittag noch über zwei Prozent verloren. Als am frühen Nachmittag Spekulationen aufkamen, dass die Bundesbank Eckpunkte für eine "Bad Bank" entwickelt, hatte sich etwas Erleichterung im Handel breitgemacht. Der Dax legte daraufhin knapp zwei Prozent zu.

„Das ist eine arge Achterbahnfahrt“, schimpfte ein Händler. „Ich habe den Eindruck, dass immer weniger Leute da mitfahren wollen“, fügte der Händler mit Blick auf die relativ geringen Umsätze hinzu.

Auf Xetra wurden 175,2 (Dienstag: 163,1) Millionen Dax-Aktien gehandelt. Der Umsatz mit Dax-Titeln stieg auf 3,4 (3,1) Milliarden Euro.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Der Dow-Jones-Index legte 0,6 Prozent auf 8001 Punkte zu, der Technologie-Index Nasdaq-Composite stieg um ein Prozent auf 1456 Zähler.

Die Gewinnerliste führten die Titel der Postbank mit einem Plus von 10,4 Prozent auf 7,95 Euro an. Eine Überraschung boten auch die Aktien der Deutschen Bank, die sich von einem fast zehnprozentigen morgendlichen Minus berappelten und um 3,9 Prozent stiegen. "Es gibt fundamental nichts Neues, aber die Titel waren massiv überverkauft und erholen sich jetzt", sagte ein Händler. Commerzbank-Aktien fielen um zwei Prozent.

Für die im MDax notierten Aktien der Hypo Real Estate zahlten Anleger noch 1,80 Euro und damit gut zehn Prozent weniger als am Vortag. Der ohnehin schwer angeschlagene Immobilienfinanzierer muss weitere zwölf Milliarden Euro an Staatshilfe in Anspruch nehmen. „Wir erneuern unsere pessimistische Sicht bezüglich der Aussichten für die Aktionäre des Konzerns“, kommentierte LBBW-Analyst Martin Peter: „Bitte die Aktie weiter meiden!“

Eine positive Überraschung kam aus Paris. Die französische Großbank Societe Generale erwartet trotz Handelsverlusten für das abgelaufene Jahr einen Gewinn von rund zwei Milliarden Euro. „Sie machen immer noch einen Gewinn, was in diesem Umfeld nicht schlecht ist. Das impliziert, dass sie nicht dringend neues Kapital brauchen“, analysierte Fonds-Managerin Dorothee Marty von Reyl France. Die SocGen-Aktien schossen zehn Prozent nach oben. Im Dax verteuerten sich die Metro-Aktien um 5,6 Prozent und setzen damit ihren Kursanstieg vom Vortag fort. Der Handelskonzern hatte am Dienstag ein Restrukturierungsprogramm mit einem massiven Arbeitsplatzabbau angekündigt.

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