Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet Plus - später Parketthandel uneinheitlich

Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit einem minimalen Plus ins Wochenende gerettet. Wobei Deutsche Aktien im späten Parketthandel uneinheitlich notierten. Anfangs hatte es dabei noch nach satten Gewinnen ausgesehen - bis eine britische Bank den Markt schockte. Im Dax kam vor allem die Commerzbank unter die Räder. Größter Gewinner war ein Autobauer.

HB FRANKFURT. Die deutschen Aktienindizes haben sich im späten Parketthandel uneinheitlich präsentiert. Der L-Dax schloss bei 4418,85 Zählern, nachdem der deutsche Leitindex auf Xetra um moderate 0,13 Prozent auf 4413,39 Zähler gestiegen war. Auf Wochensicht bedeutet dies allerdings ein Minus von fünf Prozent.

Die Zurückhaltung der Anleger hatte den Markt nach Anfangsgewinnen abbröckeln lassen. Der L-MDax stand schließlich bei 5245,65 Punkten. Den Xetra-Handel hatte der Index der mittelgroßen Werte am Nachmittag jedoch 1,39 Prozent höher bei 5252,54 Punkten beendet. Der L-TecDax wurde zuletzt bei 488,32 Zählern berechnet - zuvor hatte der technologielastige Auswahlindex auf Xetra bereits 0,38 Prozent auf 488,71 Zähler verloren.

Auf Xetra wurden 109 (Donnerstag: 130,7) Millionen Dax-Aktien gehandelt. Der Umsatz fiel auf 2,3 (2,8) Milliarden Euro. Größter Dax-Gewinner waren die Aktien von BMW mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 23,72 Euro.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,4 Prozent auf 7 897 Punkte, der Nasdaq-Composite lag unverändert bei 1541 Zählern.

Händler machten tief rote Zahlen der von der Lloyds Banking Group übernommenen HBOS und den Kurssturz der Llodys-Aktien für die Marktschwäche verantwortlich. In einer Mitteilung hieß es zudem, dass sich die Marktbedingungen verschlechtert und die negative Entwicklung an den Kreditmärkten sich beschleunigt habe.

"Zu Handelsanfang haben wir die positiven Vorgaben aus den USA mitgenommen, doch dann haben die Anschlusskäufe gefehlt", kommentierte Postbank-Händler Stefan Söllner das Börsengeschehen. Die Schwankungsanfälligkeit des Marktes zeige die hohe Nervosität der Anleger vor dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende an den US-Börsen. "Entscheidend ist jetzt, dass der Dax die Marke von 4 400 Punkten verteidigen kann, weil dort eine wichtige Unterstützung liegt", so der Experte weiter. Die vergeblichen Versuche des Börsenbarometers, neue Hochstände zu erreichen, seien indes kein gutes Zeichen.

Bankentitel schlossen uneinheitlich: Während Commerzbank mit minus 8,52 Prozent auf 3,220 Euro ans DAX-Ende fielen, legten Deutsche Bank um 1,81 Prozent auf 22,785 Euro zu. "Bei der Commerzbank ist keine Fantasie mehr drin, da sie durch die SoFFin-Stütze auf Jahre hinaus "belastet' ist", sagte ein Händler mit Blick auf die Unterstützung des staatlichen Rettungsfonds. Laut einem weiteren Händler drückten auch Aussagen von Vorstandschef Martin Blessing, dass unrentable Banken keine Boni zahlen sollten, auf die Stimmung. Für Papiere der Deutschen Bank gibt es dagegen laut Börsianern "weiterhin Fantasie". Sie komme bisher ohne staatliche Hilfe aus. Zudem sei das Jahr wohl recht gut angelaufen, und bekomme das Institut seine Probleme in den Griff, "entsteht ein enormer Hebel für die Aktie".

Freundlich aufgenommene Zahlen sorgten bei den Aktien von ThyssenKrupp für überdurchschnittliche Kursgewinne von 1,15 Prozent auf 17,66 Euro. Nach einem Ergebniseinbruch kündigte der größte deutsche Stahlkonzern Stellenstreichungen an und schloss auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Ein Händler lobte, insbesondere der nur leicht rückläufige Auftragseingang im ersten Geschäftsquartal habe überzeugt.

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