Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet sich ins Plus

Der Dax hat kurz vor Handelsschluss den Sprung in die Gewinnzone geschafft. "Die Anleger, die auf steigende Kurse setzen, nutzen weiterhin jede Kursschwäche zum Aufbau von Positionen", sagte ein Experte. Größter Gewinner im Dax war ein Stahlhersteller.

HB FRANFURT. Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Optimisten knapp durchgesetzt. Mit Unterstützung von Kursgewinnen an der Wall Street arbeitete sich der Dax in der letzten Handelsstunden nach oben und schloss 0,2 Prozent höher bei 4 738 Zählern.

"Das Hin und Her wird uns noch eine Weile erhalten bleiben", vermutete Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. "Die Anleger, die auf steigende Kurse setzen, nutzen weiterhin jede Kursschwäche zum Aufbau von Positionen." Derzeit werde mit einem Zeithorizont von sechs Monaten auf ein Ende der Rezession gehofft. Die überraschend stark gestiegene Zahl der Erstanträge in den USA bremsten den Markt allerdings etwas. Der Helaba zufolge ist es noch zu früh, um das Ende der Rezession in den USA auszurufen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen habe ihren Höhepunkt noch nicht überschritten.

An der Dax-Spitze kletterten die Titel von Salzgitter um 5,03 Prozent auf 52,00 Euro. Die nicht ausgesprochene Gewinnwarnung sorgte laut einer Händlereinschätzung "für eine gewisse Erleichterung". Analyst Peter Metzger von Sal. Oppenheim zufolge sind sowohl die Zahlen als auch der Ausblick auf das Gesamtjahr bei weitem nicht so schlecht ausgefallen wie beim Konkurrenten ThyssenKrupp . Die Aktien des im MDax notierten Stahlhändlers Klöckner & Co stiegen im Windschatten von Salzgitter um 6,25 Prozent auf 11,05 Euro. Der Stahlhändler habe zwar ein sehr schwaches Quartalsergebnis vorgelegt, schrieben die Analysten der Credit Suisse. Der starke Barmittelfluss und die Beseitigung aller Bedenken wegen der Finanzierung seien aber ein Beweis für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.

Auch die Pharmabranche war gefragt. Die Aktien von Stada Arzneimittel kletterten nach ihrer Zahlenvorlage um 10,10 Prozent auf 16,89 Euro. Der Generikahersteller habe besser abgeschnitten als erwartet und zudem die Prognosen für 2009 bestätigt - das alles wirke positiv, sagte ein Börsianer. "Trotz des Gewinnrückgangs um 20 Prozent war das erste Quartal eines der besseren für Stada", urteilte equinet-Analyst Martin Possienke. Celesio-Titel gewannen 5,86 Prozent auf 18,60 Euro. Die Quartalszahlen hätten größtenteils positiv überrascht, hieß es am Markt. Die Börse honorierte darüber hinaus den bestätigten Ausblick des Pharmahändlers.

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