Marktbericht Börse Frankfurt
Dax rutscht unter 5800-Punkte-Marke

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag schwächer geschlossen. Gewinnmitnahmen drückten die Kurse auf breiter Front. Die Liste der Verlierer im Dax wurde angeführt von der Aktie des Autozulieferers Continental.

HB FRANKFURT. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben erneut Kasse gemacht. Der Dax verlor 0,68 Prozent auf 5773,72 Zähler. Auch der MDax mittelgroßer Werte gab 1,46 Prozent auf 8072,40 Punkte ab. Der TecDax rutschte mit 1,32 Prozent auf 634,76 Zähler ins Minus.

„Eine Korrektur war fast überfällig, nachdem der Dax in der jüngsten Aufwärtsbewegung fast keine Schwäche gezeigt hat“, sagte ein Börsianer. Die schwächere Eröffnung an den US-Börsen habe noch zusätzlich die Stimmung belastet, hieß es weiter. Auch ein deutlich gesunkener Ölpreis konnte die Kurse nicht stützen.

„Im Moment scheint sich die Börsenregel zu bewahrheiten, dass der September meist ein schwacher Monat für Aktien ist. Das macht die Anleger vorsichtig“, sagte ein anderer Händler. „Alle warten auf Nachrichten, die den Markt aus seiner Lethargie reißen könnten.“ Bereits am Vortag hatten Spekulationen auf weiter steigende Leitzinsen in den USA die Stimmung an den Börsen in Europa und den USA getrübt.

Börsianer beurteilen die jüngsten Kursverluste des Dax angesichts seines Anstiegs von fast 13 Prozent seit Mitte Juni als nicht ungewöhnlich. Sorgen macht den Marktexperten eher der in den vergangenen Wochen äußerst niedrige Handelsumsatz. „Der Dax ist bei extrem dünnem Geschäft gestiegen, so dass die Erholung insgesamt auf wackeligen Beinen stand“, sagte ein Händler. Auch Sven Krause, Leiter Fondsmanagement Aktien bei LBB Invest, klagte über den niedrigen Umsatz: „Der Markt hat im Moment nicht viel Aussagekraft, weil das Volumen so gering ist.“

Gewinnmitnahmen drückten die Aktien des Vortagesfavoriten MAN um 2,6 Prozent ins Minus. Größter Verlierer im Dax waren die Papiere von Continental, die um 3,6 Prozent fielen. Schon am Vortag hatten die Titel des Autozulieferers gut zwei Prozent verloren.

Die Autowerte, die schon am Mittwoch unter einem negativen Analystenkommentar gelitten hatten, verzeichneten erneut Kursverluste. BMW gaben 1,6 Prozent nach. Der Autobauer wies den zweiten Monat in Folge weltweit einen Absatzeinbruch aus. Daimler-Chrysler behauptete zwar seinen Absatzvorsprung vor dem Münchener Konkurrenten. Der Aktienkurs fiel dennoch um ein Prozent, was Händler auch auf den Rückruf von 180 000 Kleinlastwagen in den USA zurückführten.

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