Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax rutscht zum Schluss ab

Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger wieder einmal zurückgehalten. Der Dax gab im späten noch einmal deutlich nach. Unter Druck gerieten die Finanzwerte - bis auf die Aareal Bank. Im Nebenwerte-Index MDax standen außerdem die Aktien des Pay-TV-Senders Premiere im Fokus.

HB FRANKFURT. Der Handel am deutschen Aktienmarkt verlief zum Wochenauftakt schleppend. Weil die Wall Street heute geschlossen blieb, fehlten die Impulse. Zum Schluss fiel der Dax um 1,1 Prozent auf 4 366 Punkte.

"Die japanischen Wirtschaftsdaten haben den Rückschlag verursacht", sagte Analyst Jonathan Lawlor von der Investmentbank Fox-Pitt, Kelton. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft war im vierten Quartal so stark geschrumpft wie seit 1974 nicht mehr. "Es lastet viel Unsicherheit auf dem Markt", sagte Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank. Für viele Kursbewegungen gab es Händlern zufolge jedoch angesichts geringer Umsätze keinen ersichtlichen Grund. "Hier ist nichts los, die Kundschaft hält sich zurück", sagte ein Börsianer.

Der Leiter für den Wertpapierhandel bei Hauck & Aufhäuser, Fidel Helmer, sagte: "Die Umsätze sind extrem dünn. Daher ist die Dax-Richtung heute nicht ernsthaft aussagekräftig." Ab Dienstag werde es allerdings wieder interessant. "Da stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen auf der Agenda und die Jahresberichte der Commerzbank und der Postbank sowie von Continental und Daimler", sagte er.

Auf der Verliererseite standen vor allem Finanzwerte. Börsianern zufolge saß den Anlegern noch der Lloyds-Schock vom Freitag in den Knochen. Die britische Großbank hatte bei der kürzlich übernommene Hypothekenbank HBOS einen Milliardenverlust ausgewiesen. Die Lloyds-Aktien gaben nach ihrem mehr als 30-prozentigen Kursrutsch vom Freitag erneut acht Prozent ab. Schwächster Wert im Dax waren die Commerzbank-Aktien mit einem Minus von gut sieben Prozent. "Da gab es keinen speziellen Auslöser, die will schlicht und einfach gerade niemand haben", sagte ein Händler. Die Titel der Deutschen Bank gaben sechs Prozent nach, Postbank verloren 4,4 Prozent. In Mailand rutschten Unicredit 8,4 Prozent, in Amsterdam ING vier Prozent ab.

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