Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax scheitert an der 5000-Punkte-Marke

Der Dax schließt im Plus. Aber er hat es wieder nicht geschafft, sich über der Marke von 5 000 Punkten zu halten. Seit zwei Wochen bewegt sich der Index nun schon in einer Spanne von 4 800 bis 5 000 Punkten. Ausbruch oder Absturz - keiner weiß wie es weitergeht.

HB FRANKFURT. Der Dax hat sich zum Wochenschluss nicht über der Marke von 5 000 Punkten halten können. Der Leitindex schloss am Freitag 0,2 Prozent höher bei 4 940 Zählern und verbuchte damit auf Wochensicht ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Im Handelsverlauf war der Dax auf bis zu 5 009 Stellen geklettert. Händlern zufolge wurden die Anleger von unklaren Signalen zur US-Konjunktur und von Sorgen über die Zukunft des Autobauers GM aber verunsichert.

Der Umsatz mit Dax-Aktien auf Xetra stieg zum Wochenschluss auf 3,1 (Donnerstag: 2,5) Mrd. Euro. Das Volumen betrug 110,8 Mio. Aktien.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Deutschland leicht im Minus. Der Dow-Jones-Index lag 0,3 Prozent tiefer bei 8380 Punkten, der S&P500 verlor 0,1 Prozent auf 905 Zähler, und der Nasdaq-Composite büßte 0,4 Prozent auf 1744 Stellen ein.

Börsianer sehen nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial für den Aktienmarkt. "Es gibt nichts, was den Markt nach unten drückt, aber es gibt auch keinen Grund, warum der Dax steigen sollte", sagte Postbank-Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein. "Der Dax ist gefangen in einer Seitwärtsbewegung", ergänzte ein Händler. Der Leitindex ist den vergangenen zwei Wochen meist in einer Spanne von 4 800 bis 5 000 Punkten hin und her geschwankt.

"Bei uns tut sich fast gar nichts, die Umsätze sind sehr, sehr gering", sagte Chefhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser. "Es ist überhaupt keine Power im Markt - offenbar stellen sich alle auf das lange Wochenende ein." Am Pfingstmontag ist die deutsche Börse geöffnet, Händler rechnen jedoch mit schwachen Umsätzen. Am Nachmittag sorgten die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA für leichten Verkaufsdruck. Dort schrumpfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal etwas stärker als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank annualisiert um 5,7 Prozent.

Das Ringen um die Rettung von GM und Opel hatte unmittelbar kaum Auswirkung auf die Kurse, sorgte jedoch weiter für Unruhe. Die Analysten der Close verwiesen darauf, dass der Gläubigerschutz nicht das Ende des Unternehmens bedeuten werde. Derzeit sehe es nach einer moderaten Reaktion des Aktienmarktes auf eine Insolvenz von GM aus. "Die meisten Investoren erwarten den Kollaps von GM, aber der Markt ist recht robust", fassten die Experten zusammen. In Berlin liefen unterdessen die Bemühungen um eine Rettung von Opel weiter auf Hochtouren.

Bayer-Aktien waren mit plus 3,55 Prozent auf 40,20 Euro der Favorit der Anleger im DAX. Obwohl der Pharma- und Chemiekonzern für eine mögliche Zulassung seines neuen Hoffnungsträgers Xarelto der US-Gesundheitsbehörde FDA zusätzliche Informationen liefern muss, halten Analysten an ihren optimistischen Einschätzungen fest. Analyst Martin Possienke von der Bank equinet etwa rechnet weiter mit einer Zulassung gegen Thrombosen und Embolien nach Hüft- und Knieoperationen. Die Bedenken der FDA sehe er eher bei der Kennzeichnung im Zusammenhang mit möglichen Leberschäden bei längerer Anwendung.

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