Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax scheitert erneut an 5 000-Punkte-Marke

Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenausklang eine fulminante Performance hingelegt – und auf einem Vier-Monats-Hoch geschlossen. Die Ergebnisse des Stresstests für US-Banken beflügelten den Markt, vor allem Finanzwerte legten zum Teil deutlich zu. Die Aktien der Deutschen Telekom fielen aber gegen den Trend auf ein Rekordtief.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax ist am Freitag trotz deutlicher Kursgewinne erneut beim Angriff auf die 5 000-Punkte-Marke gescheitert. Zunächst sorgten negativ aufgenommene US-Arbeitsmarktdaten für abbröckelnde Gewinne. Eine freundliche US-Börseneröffnung an der Wall Street ließ dann den deutschen Leitindex bis auf sein Tageshoch bei 4 965,88 Punkte steigen, bevor der Wall Street etwas die Puste ausging.

Zum Schluss stand beim Dax ein Tagesplus von 2,29 Prozent auf 4 913,90 Punkte zu Buche. Auf Wochensicht ging es für das Börsenbarometer damit um gut drei Prozent hoch. Der MDax der mittelgroßen Werte beendete den Handelstag 1,24 Prozent höher bei 5 908,06 Zählern. Der Technologiewerte-Index TecDax musste hingegen seiner überdurchschnittlichen Kursentwicklung der vergangenen Tage Tribut zollen und schloss 0,33 Prozent niedriger bei 622,30 Zählern.

„Es wird langsam unheimlich, dass der Markt immer weiter steigt - und das, obwohl manche Unternehmenszahlen wirklich nicht zum Lachen sind“, kommentierte ein Aktienhändler das Marktgeschehen. „Außerdem sind die Ergebnisse zu den US-Stresstest zwar positiv aufgenommen worden, aber es ist ja nicht so, dass die Banken kein Geld brauchen.“

Zehn der größten US-Banken, so die Federal Reserve, brauchen 75 Milliarden Dollar (56,4 Mrd Euro) zusätzliches Kapital, um ihr Risikopolster zu stärken. Neun Institute müssen ihre Kapitaldecke aber nicht stärken.

US-Finanzminister Timothy Geithner hatte dieses als "beruhigend" bezeichnet. Händler Matt Buckland von CMC Markets meinte dazu: "Das Ergebnis dürfte einen vorsichtigen Optimismus unter den Marktteilnehmern schüren."

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Die positiv aufgenommenen Ergebnisse des Stresstests gaben auch den europäischen Börsen am Freitag Auftrieb. Der EuroStoxx50 der größten börsennotierten Firmen aus der Euro-Zone zog um 2,4 Prozent auf 2464 Stellen an. Anleger griffen vor allem bei Finanzwerten zu. „Viele sind immer noch unterinvestiert“, sagte Marktanalyst Giuseppe Amato vom Brokerhaus Lang & Schwarz. „Bei jedem Anzeichen einer Schwäche tauchen Käufer auf, weil so viele noch nicht auf den Zug aufgesprungen sind.“ Die am Nachmittag vorgelegen US-Arbeitsmarktdaten bezeichneten Börsianer als durchwachsen. Positiv sei die Abschwächung des Stellenabbaus. Allerdings seien die Vormonatswerte deutlich nach oben revidiert worden.

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