Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt auf höchstem Stand seit November

Rauf und runter ging es am Montag mit dem Deutschen Aktienindex. Noch in den ersten Handelsstunden knüpfte der Leitindex an die fulminante Rally der vergangenen Tage an und kletterte auf ein neues Jahreshoch. Doch dann öffnete die Wall Street – und die Gewinne waren dahin. Nichtsdestotrotz schloss das Börsenbarometer auf dem höchsten Stand seit Anfang November 2008.

HB FRANKFURT. Vor dem Höhepunkt der Berichtssaison in Europa haben die Kurse an den Aktienmärkten am Montag weiter zugelegt. Der Dax stieg um 0,4 Prozent auf 5 251 Punkte, den höchsten Stand seit Anfang November 2008. Zeitweise hatte der Leitindex am Mittag noch mit 5 309 Punkten das höchste Niveau seit Oktober vorigen Jahres erreicht. Im Sog der Wall Street gaben viele Aktien im Verlauf aber ihre Gewinne ab.

An der Wall Street war der überraschend deutliche Anstieg des Verkaufs neuer Eigenheime um elf Prozent nur kurz mit steigenden Kursen honoriert worden. Zum Handelsschluss in Europa notierte der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent im Minus bei 9 075 Punkten und der S&P500 lag mit 977,67 Punkten noch 0,16 Prozent niedriger. Beide Indizes notierte damit über dem Tagestief. Der Nasdaq-Composite verlor 0,35 Prozent auf 1958 Punkte.

Händler Stefan Söllner von der Postbank führte die zeitweisen Verluste im DAX vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die US-Börsen abgebröckelt waren, denn die Konjunkturdaten waren insgesamt positiv ausgefallen. So hatte sich die Stimmung der deutschen Verbraucher trotz der Krise weiter aufgehellt, wie das Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte. In den USA waren zudem die Verkäufe neuer Häuser stärker als erwartet gestiegen. Der Postbank-Händler verwies aber auf die zunehmende Unsicherheit unter den Anlegern, die in nächster Zeit wieder verstärkt Schwankungen am Markt auslösen dürfte. "Wir befinden uns aktuell auf einem recht hohen Niveau und die Nervosität steigt, weil in dieser Woche nun auch europaweit sehr viele wichtige Unternehmen ihre Geschäftsberichte vorlegen, unter ihnen morgen bereits die Deutsche Bank ".

Dem Aktienmarkt dürfte nach Einschätzung von Sentix bald ein Rücksetzer bevorstehen. Das Aus für die Aktienaufwärtsbewegungen müsse dies aber dennoch nicht bedeuten, glaubt Analyst Patrick Hussy. Wie er in der aktuellen Sentix-Analyse schreibt, herrscht zurzeit zwar "keine optimale Konstellation für einen reibungslosen Bullenmarkt", doch dies sei schon einmal im Jahr 2003 so gewesen und könne daher durchaus "normal" sein.

Negativ bewerteten Händler das nach wie vor geringe Handelsvolumen an fast allen Börsen. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 86 (Freitag 96,6) Mio. Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,4 (3,0) Mrd. Euro.

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