Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt dank Commerzbank und VW im Plus

Der Dax hat sich knapp im Plus gehalten. Das lag vor allem an den kräftigen Kursgewinnen bei Volkswagen und Commerzbank. Eine dauerhafte Erholung des Aktienmarktes erwarten Experten erst ab der Jahresmitte. Zum Jahresende könnte der Dax dann schon fast wieder bei 5 000 Punkten liegen.

HB FRANKFURT. Deutliche Kursgewinne der Volkswagen-Aktien haben den Dax am Donnerstag gestützt. Der Leitindex beendete den Handel 0,9 Prozent höher bei 4 259 Punkten und schloss damit den achten Handelstag in Folge im Plus.

Der Umsatz mit Dax-Aktien fiel auf 2,9 (Mittwoch: 3,1) Mrd. Euro. Das Handelsvolumen betrug 125,7 (139,7) Mio. Aktien.

Die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa im Plus. Der Dow-Jones-Index notierte 1,4 Prozent höher bei 7854 Punkten. Der breiter gefasste S&P500 gewann 1,5 Prozent auf 826 Zähler, und der Technologie-Index Nasdaq-Composite stieg um 2,7 Prozent auf 1570 Stellen.

"Die Kursgewinne waren vor allem eine technische Gegenbewegung, ich sehe aber weder einer Bodenbildung noch eine Trendwende", sagte Aktienstratege Thomas Grüner von der Landesbank Berlin. "Die Konjunkturauguren übertreffen sich derzeit mit Negativmeldungen."

Vor diesem Hintergrund bleiben Experten für die kommenden Monate skeptisch. 31 von Reuters befragte Experten erwarten erst ab der Jahresmitte eine Erholung des deutschen Aktienmarktes. Sie sehen den Dax zum Jahresende im Durchschnitt bei 4 700 Zählern und zur Jahresmitte in etwa auf dem derzeitigen Niveau.

Etwas gebremst wurde der Aktienmarkt von neuen Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der Vorwoche erneut gestiegen. Analysten rechnen daher auch für den gesamten März mit einer steigenden Arbeitslosenquote in der weltgrößten Volkswirtschaft.

Die Papiere des Wolfsburger Autobauers Volkswagen setzten ihre Kursrally fort und gewannen weitere 7,61 Prozent auf 255 Euro. Händler verwiesen auf die Verlängerung der Abwrackprämie und die geplante Übernahme durch Porsche .

Papiere der Commerzbank folgten mit einem Aufschlag von 6,54 Prozent auf 4,070 Euro. Händler verwiesen vor allem auf charttechnische Gründe. Die Papiere hätten bei 3,99 Euro ihr letztes Hoch durchbrochen und damit ein Kaufsignal ausgesandt, sagte Thomas Nagel, technischer Analyst und Händler bei equinet.

Salzgitter - Titel zählten dagegen mit minus 0,70 Prozent auf 44,04 Euro zu den größten Verlierern. Der Stahl- und Röhrenhersteller zahlt seinen Aktionären wegen der Stahlkrise und eines entsprechenden Gewinnrückgangs eine unerwartet niedrige Dividende. Papiere von ThyssenKrupp fielen um 4,08 Prozent auf 13,65 Euro ans Dax-Ende.

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