Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt deutlich im Minus

Die Pessimisten haben wieder den Ton angegeben: Der Dax rutschte am Montag deutlich unter die Marke von 5 000 Zählern. Belastend wirkten sich schlechte Nachrichten aus den Unternehmen aus. Außerdem warf der "Hexensabbat" bereits seine Schatten voraus.

HB FRANKFURT. Gewinnmitnahmen haben den Dax am Montag zum Handelsschluss deutlich ins Minus gedrückt. Nach skeptischen Aussagen aus der deutschen Industrie und negativ aufgenommenen Äußerungen der EZB hätten die Anleger Kasse gemacht, sagten Börsianer. Der deutsche Leitindex war bereits am Vormittag unter die Marke von 5.000 Zählern gerutscht und verbuchte schließlich einen satten Abschlag von 3,5 Prozent auf 4 889 Punkte. Der MDax DAX.ETR> sank um 2,7 Prozent auf 5 797 Zähler, und für den TecDax ging es um 3,3 Prozent auf 632 Punkte nach unten.

In New York verloren die großen Aktienindizes mehr als zwei Prozent. Der besonders breit gefächerte Russell-2000-Index verlor sogar mehr als drei Prozent. Händler machten vor allem Gewinnmitnahmen bei den Technologiewerten sowie einen Einbruch der Energiewerte angesichts fallender Rohstoffpreise für die Verluste verantwortlich. Viele Anleger suchten wieder die Sicherheit der Staatsanleihen. Der Bund-Future stieg um einen vollen Punkt auf 119,53 Punkte.

Viele Experten rechnen auch in den kommenden Tagen mit einer Schaukelbörse. Im Wesentlichen liegt das an zwei Gründen: Zum einen gibt es relativ wenig fundamentale Nachrichten. Erst am Dienstag gibt es mit dem ZEW-Index hierzulande sowie der Industrieproduktion, den Hausverkäufen und den Produzentenpreisen in den USA Konjunkturdaten, die die Märkte bewegen könnten. Zum anderen richten sich die Blicke bereits auf den den so genannten "Hexensabbat" am Freitag. An diesem Tag laufen an der Terminbörse Optionen und Future-Kontrakte auf Aktien und Indizes aus. Weil viele Investoren sich an diesen Verfallstagen neu orientieren, gehen diese oft mit starken Kursschwankungen einher.

Am Freitag und auch schon an den Tagen zuvor schauen Anleger insbesondere bei Volkswagen genau hin. Am Freitag laufen rund 670 000 Verkaufsoptionen auf VW-Aktien aus. Wie schon so oft im Laufe des Übernahemspektakels um VW und Porsche könnte die VW-Aktie daher einmal mehr Kapriolen schlagen.

Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba in den heutigen Kursverlusten einen "Fingerzeig, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen". Für die Schwäche des Dax macht der Experte insbesondere den Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 5 000 Punkten verantwortlich. "Der Verfall wirft bereits seine Schatten voraus und sorgt wie üblich für Verwerfungen", sagte er mit Blick auf die am kommenden Freitag auslaufenden Futures und Optionen am Terminmarkt.

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